Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Endurowandern Balkan
KK66
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Re: Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Beitragvon KK66 » Di 11. Okt 2016, 15:25

Hi,


ein kurzer Bericht von einer Woche in Poiana Marului, ca. 20 km östlich von Caransebes, im Banat Gebirge. Zeit vom 30. 9. bis 8. 10. 16

SA: Ankunft bei Kaiserwetter bis20 °, Strecken pulvertrocken, Grip ohne Ende, bin selbst Steigungen rauf gekommen, die nie für möglich gehalten hätte. :D
SO: morgens 6°, nachmittags 19 °, fahren wie am Vortag, ein Genuss, Abends fängt es an zu regnen. :(
MO: morgens 9 °, nachmittags 13 °, den ganzen Tag leichter Regen, fahren ziemlich bescheiden, glatt und rutschig, kommen normale Steigungen nicht mehr herauf, Zurrgurt kommt als Schlepp-Hilfe zum Einsatz, körperlich
sind alle gefordert, Abfahrten machen einige mit abgestelltem Motor, eingelegten 1. Gang, ausgekuppelt rutschen wir die Abfahrten herunter. Wenn es zu schnell wird, einkuppeln und trotz blockierendem Hinterrad geht
die Rutscherei noch 5 - 10 m weiter.
DI: morgens 7 °. Nachmittage 12 °, den ganzen Tag Regen, ansonsten die gleichen schlimmen Wegbedingungen wie am MO, einfach nur kräftezehrend, eliminiert meine gute Kondition, Abends sind alle erledigt.
MI: morgens 3 °, Nachmittags 12 °, es hat in der Nacht aufgehört zu regnen, ab und zu Sonne, die Wege genauso glatt, klemme meinen rechten Stiefel zwischen Fußraste und Wall ein, AUA. Bekomme Abends kaum den Stiefel
vom Fuß, sehr stark geschwollen, aber nichts gebrochen.
DO: morgens 2 °, nachmittags 13 °, Sonnenschein, zu Dritt machen wir Ruhetag, ich behandle meinen Fuß mit VOLTAREN FORTE, nachmittags wasche ich meine WR, komme mit Druck in meinen Stiefel, Versuch macht klug.
Stehend fahren leichter als zu laufen, fahre ein Waldweg (Malegan-Str) rauf und runter, ca. 30 km ohne Probleme, sieht gut aus für den letzten Fahrtag.
FR: morgens 2 °, nachmittags 9 °, Sonnenschein, fahren los zum Muntele Mic (1525 m) oben liegt Schnee :o . Jeder kämpft sich auf verschiedenen Wegen ganz nach oben, imposanter Rundblick. Beschließe auszusteigen, mit
meinem geschwollenem Fuß auf schneebedeckten, unbekannten Wegen nach unten ist mir zu riskant. Kann die Anderen mit äußerster Mühe davon überzeugen, dass ich es allein zum Quartier zurück schaffe, was auch geklappt hat.

Wir waren eine Woche (Wettermäßig) zu spät dort.
Zum Enduro-Wandern, wie ich es mir vorgestellt hatte, ist das Banat Gebirge nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Es gibt einige Kammlinien, aber meistens geht es rauf und runter. Wir sind Wettbewerbsstrecken der REGIMENT
CHALLENGE gefahren, es hingen noch die KTM-Flatterbänder, die der Streckenorientierung dienen, an den Bäumen und Büschen. Nichts zum gemütlichen Enduro-Wandern.
Dabei sollte es gemütlich zu gehen, keine Punkte-Jagd, ala Enduromania, wenn es zu schwer werden sollte, umdrehen - so der Plan. Die Wirklichkeit sah anders aus.
Für mich war es eindeutig zu anstrengend, auch ohne dicken Fuß. Musste mehrmals meinen Rentner-Bonus in Anspruch nehmen: Wer hat mal Lust WR zu fahren. (Einige Auffahrten waren unmöglich für mich, andere hätten mich
restlos erschöpft.) :oops:
Quartier: http://sahsaendurotours.home.ro sieht auf den Bildern besser aus als in Wirklichkeit, sehr einfach, mit wackelnder Duschhalterung, wackelndem Waschbecken, wackelnder Toilette, wo beim Spülen Wasser auf den
Boden lief. (Reklamation brachte nichts) mein Zimmerkumpel: MUSST DU LOCKER SEHEN :)
Preise OK, Übernachtung mit Halbpension 29 € / Tag, Essen OK, Bier, Cola, Fanta je 0,5 l kosteten 1,20 €, Kärcher und WLAN frei.
Anlage wirkte leicht ungepflegt, brauch ich nicht wieder hin. Kein Vergleich mit Brebu Nou, das allerdings teurer ist.

Fazit: Ich bin an meine Grenzen gekommen. (MI dachte ich einige Mal: Warum tust du dir diesen Scheiß eigentlich an.) Erwartet gemütliches, stressfreies Enduro-Wandern, bekomme, allerdings auch wetterbedingt, für mich schon
Hard-Enduro.

Bis denn

Karl

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SA Ausblick auf Stausee bei Poiana

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SO Abfahrt vom Muntele Mic

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Regiment Challenge Weg

Frido
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Re: Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Beitragvon Frido » Di 11. Okt 2016, 22:14

Hi Karl,

dass ihr mit dem Wetter etwas Pech hattet ist bedauerlich. Wie ihr euch gefühlt habt kann ich gut nachempfinden, wir hatten im Juni in der Gegend auch viel Matsch und mussten die Moppeds jeden Abend mit dem Hochdruckreiniger von dem Dreck befreien. Die Gegend ist sehr schön, für meinen Geschmack darf es aber ruhig mehr Schotter sein. Ich empfand es auch als sehr anstrengend, dagegen war Ligurien eine Spazierfahrt.......manche nennen es auch Endurowandern. :D ;) Und ich bin noch ca. 15-16 Jahre jünger als du - :handgestures-thumbupleft: RESPEKT! Ich hoffe ich bin in dem Alter noch annähernd so fit wie du! :clap:

Die Fussverletzung ist natürlich ärgerlich, aber glücklicherweise nichts ernsthaft kaputt.

Du hast ja noch eine weitere Anfahrt als ich, ist dir da eine Woche nicht zuwenig? Da sitzt man auf der Hin- und Rückfahrt ja länger im Auto als vor Ort auf dem Mopped.

Was für Reifen hattest du aufgezogen?

Gruss
Harry
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Re: Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Beitragvon KK66 » Mi 12. Okt 2016, 08:44

Hi, Harry.

Bei der Anfahrt, bei Kaiserwetter, hatten wir noch spekuliert, wenn es so bleibt, ob eine Verlängerung, sowohl im Quartier und bei uns möglich
wäre. Zeit hätten Peter und ich bis heute als Rückfahrtstag gehabt. Aber auch Peter, 20 Jahre jünger, war leicht geschlaucht, außerdem regnete
es am SA. Dazu lud das Quartier nicht unbedingt zu längerem Verbleiben ein. Auf der Internetseite sieht es gut aus....
In Brebu Nou, bei trckenem Wetter wären auch für mich 10 Tage denkbar, aber nicht in Poiana. Der Ort lebt im Sommer von Enduristen, standen
vor jedem 2. Haus am SA welche, Tschechen, Polen, Italiener, Östereicher und Deutsche.

Ich fahre Michelin AC 10, mit Moto Cross Schläuchen Havy Duty ( 4 mm dick ), kann man zur Not auch bei einer Reifenpanne nach Hause kommen.
Am SA bin ich mit 1,2 + 1,4 bar gefahren, ab MO 0,8 + 1,0 bar. Mit weniger wären die rutschigen Passagen besser gegangen, aber es waren immer-
wieder Geröllpassagen dazwischen. Für mich ein guter Kompromiss.

Die Anfahrt ist schon heftig. Vom WBL über die Schwäbische Alb bis Poiana waren es 1.780 km, leider.

Aber Rumänien ist schon ein Erlebnis.

Bis denn

Karl

Frido
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Re: Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Beitragvon Frido » Mi 12. Okt 2016, 17:55

Hallo Karl,

ich war der Älteste in unserer Gruppe, aber auch an den z.T. erheblich jüngeren und fitteren Begleitern sind die Fangobäder nicht spurlos vorbeigegangen.

Ich hab öfter gehört und gelesen, dass der AC 10 als Vorderreifen nicht so gut ist, bist du mit dem zufrieden?

Ein Bekannter ist mit einem platten MT21 ca. 8 km mit ca. 20 km/h bis zum Campingplatz gefahren, durch das Walken wurde das Drahtgeflecht innen im Reifen freigelegt, der musste entsorgt werden.

Rumänien ist ein tolles Reiseland, aber mal abwarten wohin es uns 2017 zieht, es gibt noch andere schöne Gegenden die einen Besuch wert sind. :dance:

Gruss
Harry
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Re: Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Beitragvon KK66 » Mi 12. Okt 2016, 19:47

Hi, Harry,

ich bin mit dem AC 10 zufrieden, vielleicht gibt es noch bessere, aber für 51 Wochen im Jahr in heimischen Gefilden zu fahren, reicht er allemal.
Zumal er robust ist, hatte noch nie eine Reifenpanne, fahre ihn seit 3 Jahren. Er geht so stramm auf die Felgen, dass die Reifenmonteure mich warnen,
im Gelände zu versuchen zu reparieren. Deshalb schleppe ich auch eine kl. elek. Pumpe mit.

Rumänien ist toll, aber nach 4 x sollte/wollte ich nächstes Jahr mal LGKS versuchen, zumal das Gebiet um einiges näher liegt.
(Wenn ich nicht wieder von meinen schwäbischen Freunden "ÜBERGEREDET" werde ;))

Bis denn

Karl

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Re: Rumänien Frühjahr 2016 (Reiseenduro)

Beitragvon Frido » Do 13. Okt 2016, 02:05

Hi,

im Vergleich zu der Schlammschlacht in Rumänien ist die LGKS eine gemütliche Spazierfahrt, die wirst du locker fahren, macht aber auch Spass.

Ist ja die Hauptsache, dass du mit dem Reifen zufrieden bist, wenn man 10 Leute dazu befrsgt wird man wohl 15 Meinungen hören. ;)

Ich fahre hinten gern den Mitas C 02, der ist auch sehr hart und schwer zu montieren, unterwegs musste ich den glücklicherweise noch nicht wechseln, da müsste ich wohl einen Steckschlüssel als Verlängerung auf die kurzen Montierhebel stecken.

Gruss
Harry
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