Rumänien, Slowakei, Polen

Endurowandern im Osten..........
gerneweg
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Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon gerneweg » Di 15. Apr 2014, 11:24

Hallo,

wer kennt sich in diesem Gebiet etwas aus und kann mir Strecken empfehlen?
Runter nach Rumänien wird so schnell wie möglich gefahren.
In Rumänien ist eine Woche entspanntes Endurowandern geplant und danach soll es über die Transfogarasch in die Slowakei und über Polen nach Berlin gehen.
Welche Strecken könnt ihr empfehlen? Besonders landschaftlich reizvolle, kleine Straßen sind interessant.
Also Straße, Schotter, Waldweg - nur legal. Gern auch PN.


Vielen Dank im Voraus und
schöne Grüße, Gudrun

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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon Frido » Di 15. Apr 2014, 11:44

Hallo,

in Rumänien kannst du fast überall legal fahren.

Es wäre hilfreich wenn du verraten würdest mit was für einem Mopped du fahren willst und wann. Die Transfagarsan ist im Mai evtl. noch geschlossen.

Edit: Sorry, ich war abgelenkt, natürlich fährst du mit der Big. :oops:

Hast du ein ungefähres Reisegebiet geplant?

Gruß
Frido
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon Frido » Di 15. Apr 2014, 15:35

Hallo,

gute und günstige Karten kriegst du hier: http://www.buechercafe.ro/thema.html?cat=46

Seriös, zuverlässig, hat damals aus Deutschland versendet, kann ich empfehlen.

Gruß
Frido
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gerneweg
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon gerneweg » Di 15. Apr 2014, 17:22

Hallo Frido,

Du bist ja schnell ... - und gleich mit Karten-Tipp, Danke!
Du hast genau meinen Bedarf erkannt, ich liebe Karten.

Ähm, ok, mein Gefährt ist ein großer (750 ccm) und einer der ältesten (von der Sorte) Einzylinder und meine Gefährten nutzen ähnliche, wenige Jahre jüngere Moppeds. Also die Gruppe ist in dieser Beziehung sehr homogen.

Reisezeit ist Mitte Juni.
Das Gebiet der Enduromania kann ich nicht einschätzen, doch soweit ich weiß bekommen wir auch Kartenmaterial vom Veranstalter.
Ich suche vor allem Informationen für die Reise nach der Enduro-Veranstaltung. Vor vielen Jahren war ich ja schon mal im Fogarasch, doch da waren wir zu Fuß unterwegs.
Ist es reizvoller von Nord nach Süd oder umgekehrt? Müssen wir mit viel Verkehr rechnen und dann eher eine andere Strecke suchen?
Es klingt so, als ob du dich in Rumänien gut auskennst? Was kannst du empfehlen? Ich bin sozusagen ein Greenhorn. Meine Erfahrungen habe ich vor 26 Jahren gemacht und ich war von Land und Leuten begeistert.

Schöne Grüße

Frido
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon Frido » Di 15. Apr 2014, 19:40

Hallo,

leider täuscht dein Eindruck, ich war nur 2 x 2 Wochen mit der Drz 400 im Raum Sibiu unterwegs, überwiegend Strecken die ich einer Big oder ähnlichen Reiseenduro nicht empfehlen würde. Die Enduromania haben wir gemieden, klingt zu sehr nach Touristenspektakel und Großveranstaltung. Das ist aber Ansichtssache, man liest darüber ja reichlich begeisterte Berichte.

Unterkünfte und Verpflegung sind für unsere Verhältnisse preiswert, ich würde da immer auf feste Unterkünfte zurückgreifen und mir die Mitnahme der Campingausrüstung sparen.

Die in den Karten eingezeichneten Forststrassen sind von unterschiedlicher Qualität, manchmal wundert man sich, dass da Holztransporter überhaupt durchkommen, aber für Moppeds sind die natürlich fahrbar. Dann kann es aber auch passieren, dass der Weg ziemlich heftig wird, da käme ich gar nicht in die Versuchung mit einem Dickschiff weiterzufahren. Wir haben uns auf der Wanderkarte einfach Strecken ausgeguckt und uns dann überraschen lassen, da ist es natürlich auch passiert, dass man mal in einer Sackgasse gelandet ist, hat aber trotzdem Spaß gemacht.

Beim Durchfahren der Dörfer sollte man aufpassen, die Kinder kommen meistens angelaufen und wollen abklatschen. Ich hatte immer Maoam in der Tasche, die Kids haben sich darübe gefreut und nebenbei behält man so deutsche Biker evtl. positiv in Erinnerung.

Man liest immer wieder, dass es gefährlich ist die Strassen bei Dunkelheit zu befahren, dieser Hinweis ist m.E. vollkommen berechtigt! Mit Glück brettert man nur über einen Bahnübergang der von Autos und Lkw nur mit Schrittgeschwindigkeit überquert werden kann, man kann aber auch auf Schlaglöcher treffen die an Bombenkrater erinnern, auch auf den Hauptstrassen. Reifenwerkstätten (Vulcanizare) findet man reichlich und die können sich über mangelnde Arbeit nicht beklagen. Flickzeug, Ersatzschläuche oder Reifenpilot für Schlauchlosreifen sind keine schlechte Idee.

Für die ca. 350 km von der Grenze bis Sibiu brauchen wir mit Auto und Anhänger ca. 7 Std., das Fahren auf den Landstrassen zieht sich wie Kaugummi. Auch wenn man schön in Schwung ist sollte man auf den Durchgangsstrassen die Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten, die Polizei kontrolliert da sehr gerne und häufig. Das preiswerte Bussgeld war ein ebenso schwacher Trost wie der freundliche Polizist, aber eigene Schuld.

Wir waren ca. Mitte - Ende Juni unterwegs, 2012 hatten wir nur Sonne bis 43°C, letztes Jahr hatten wir ein paar Regentage, mit teils sehr heftigen Regengüssen.

In Ungarn haben wir Lehrgeld gezahlt! Wir haben den Fehler gemacht und an der Tankstelle mit Euro bezahlt, nachher haben wir festgestellt, dass wir statt ca. 51€ fast 20€ mehr gezahlt haben - eigene Dummheit. Da wir nur durchfahren tauschen wir kein Geld und zahlen mit der Kreditkarte.

Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Rumänientour, wann auch immer die stattfinden wird.

Gruß
Frido
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon gerneweg » Do 17. Apr 2014, 19:05

Hallo Frido,

danke für deine ausführlichen Tipps!
Ja, ich wollt dich schon zu unserer Unternehmung einladen. Doch wir wollen unterwegs möglichst Zelten und es ist eben weder eine Straßentour noch eine reine Dreckplanscherei.
Das mit den Maoam werde ich mir unbedingt merken, mit der Dunkelfahrerei auch und auf den Straßen lieber die km/h einhalten.
Na gut, das könnte klappen.
Wie ist das mit den großen Hütehunden? Verziehen die sich, wenn ich die anbrülle? Eher nicht, ne?
Sonne, 43° - das klingt ja ekelhaft. Müssen wir uns durchschwitzen. Vielleicht wird es ja nicht so heiß. :pray:
Du meinst, auf Montierhebel können wir verzichten, wegen der hohen Dichte an Vulcanizare, wenn wir Ersatzschläuche mit haben?
Wie habt ihr in Rumänien gezahlt? Habt ihr getauscht oder Kreditkarte oder Halb und Halb?

Schöne Ostern und schöne Grüße

Frido
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon Frido » Do 17. Apr 2014, 20:17

Hallo,

ich könnte mir vorstellen, dass man die Strecken die man mit einer Big fährt auch mit einer Transalp schafft. Aber ich habe heute erstmal meine Urlaubspläne begraben müssen. Meine selbstdiagnostizierte Knieprellung wollte ich heute im Krankenhaus punktieren lassen, da stellte sich heraus, dass es eine Schleimbeuteleinblutung ist und operiert werden muss. Der Arzt meinte, es sei die größte Einblutung die er in den letzten Jahren gesehen hat. Normale Heilungsdauer 14 Tage, bei mir wirds länger dauern, also habe ich den Mai abgehakt.

Das mit dem Zelten solltet ihr euch noch überlegen, rumänische Campingpluätze haben nicht immer den uns bekannten Standard. Bei Sibiu kann ich http://ananas7b.de/ empfehlen, die Hütten sind einfach aber vollkommen ausreichend wenn man Camping gewohnt ist.

Montierhebel würde ich auf jeden Fall mitnehmen, denn wenn ein Reifen platt geht ist vmtl. mal keine Werkstatt in der Nähe oder es ist Sonntag. Ich bin immer froh wenn ich mir selber helfen kann und nicht auf Dritte angewesen bin.

Wir haben am 1. Geldautomaten hinter der Grenze Geld mit der EC-Karte abgehoben, an den Tankstellen kann man auch mit Karte bezahlen.

Die Herdenschutzhunde sind m.E. für uns unberechenbar, wenn es geht einen großen Bogen machen. Manche behaupten man müsse die nur anschreien, darauf würde ich mich nicht verlassen. Die kleinen Hütehunde kann man so vielleicht beeindrucken, die großen HSH gehen aber furchtlos auf Bären und Wölfe los und verteidigen ihre Herden sehr energisch. Ich kenne dich nicht persönlich, aber bist du furchteinflössender als ein Bär?

In den Bergen sind wir an einer Wasserstelle mal auf eine Schafherde getroffen. Mckoob aus dem Forum hat ein Händchen für Hunde und kann an keinem vorbeigehen ohne den zu tätscheln. Neben der Wasserstelle lag so ein Zottelhund und wedelte mit dem Schwanz als Mckoob freundlich redend auf ihn zuging - aber dann hat er wohl die Grenze zum Schutzbereich überschritten, der niedliche Zottel stand auf und knurrte ihn energisch an, das reichte schon um nicht weiter auf ihn zuzugehen, aber plötzlich tauchten dahinter noch ein paar Hunde auf die vorher nicht zu sehen waren, da ging er nur noch vorsichtig zurück und wir beschlossen ganz kurzfristig und einstimmig, dass wir doch in eine andere Richtung fahren möchten.

Auf dem Hinweg sind wir auch schon an einer anderen Stelle vorbeigefahren. Als wir in die Nähe kamen haben wir die Moppeds ausgemacht und geguckt, ich finde das Zusehen hat was. Die Schäfer haben uns freundlich gegrüsst und vorbeigewunken.

Ebenso freundlich haben Waldarbeiter für uns kurz die Arbeit unterbrochen und uns passieren lassen.

Wegen der Hunde würde ich mich aber auch nicht verrückt machen, da sind auch Wanderer unterwegs und daher sollte auch ein Hirte in der Nähe sein der darauf achtet, dass seine Hunde niemanden essen. Sollte er nicht da sein, achte einfach darauf das mindestens ein Mitfahrer langsamer ist als du. ;)

Gruß
Frido
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon Frido » Fr 18. Apr 2014, 16:34

Ne, leider nichts worauf ich stolz bin, könnte ich sehr gut drauf verzichten, zumal dadurch der nächste geplante Urlaub ins Wasser fällt. Es ist auch wenig aufmunternd, wenn der Arzt schon vor der OP sagt, dass der Heilungsverlauf vmtl. nicht komplikationslos verlaufen wird. Wie gesagt beträgt die normale Heilungsdauer 10-14 Tage, meine Frage, ob ich damit rechnen könnte, dass die Heilung in 4 Wochen abgeschlossen ist "überhörte" der Doc.Ist alles nicht dramatisch, bleibende Schäden unwahrscheinlich aber trotzdem mega ärgerlich. Das kommt dabei raus wenn man "nur mal eben" eine Runde mit dem Junior durch den Wald fährt und die Knieschoner im Schrank läßt. Hätte mit dem Fahrrad aber auch passieren können.

Gruß
Frido
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon ThoWAF » Fr 18. Apr 2014, 17:31

...dann mal viel Erfolg bei der Heilung,...

Rumänien ist schon sehr reizvoll,...leider nicht gleich um die Ecke, da muss man schon ca. min. 2 Wochen einplanen.

In der Slowakei soll das inzwischen nicht mehr ganz so einfach sein, abseits der Strassen fahren zu dürfen. In Ungarn
wird inzwischen auch auch einiges gesperrt, wir waren letztes Jahr in Lenti bei "Martins Corsscamp" die beiden Cross bzw Endurogelände sind
schon beeindruckend groß und spannend.

Vielleicht bekomme ich ja doch mal Rumäninen hin, steht zumindest auf meiner Wunschliste.

Gruß Torsten
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Re: Rumänien, Slowakei, Polen

Beitragvon Red-Devil » Fr 18. Apr 2014, 20:09

Moinsen,

2 Wochen Rumänien geht nicht!!!

5-6 Fahrtage maximal. Danach ist man(n) völlig alle.

Allerdings ist mir auch schon mal der Gedanke gekommen eine Onroad-Trip anzuhängen, damit zum einen die weite Anfahrt
besser genutzt ist.
Und damit man zum anderen Land und Leute besser erkunden kann. Abseits der Straßen gibt es nur Waldarbeiter und Schäfer.
Dazu wären eigentlich zwei verschiedene Motorräder nötig, was wiederum ein logistisches Problem mit sich bringt.
Oder eine Dualsport, die nichts so richtig, aber doch beides kann. Verdammt..... schon wieder dieses Thema.... Verdammt :violin:

Gruß, RD


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