Drei Wochen im Septober Albanien 2015

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Volker Fahr-Lässig
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Drei Wochen im Septober Albanien 2015

Beitragvon Volker Fahr-Lässig » Mi 23. Sep 2015, 18:55

Von Birgisien über Montenegro direkt hinüber nach Alabanien.

http://feldweg-streuner.blogspot.al/2015/09/drei-wochen-im-septober-vol-i.html

Sorry wegen dem irren Delay
aber offene W-LAN sind irgendwie auf dem Balkan nicht mehr so beliebig verfügbar wie in den vergangenen Jahren.

Volker Fahr-Lässig
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Re: Drei Wochen im Septober Albanien 2015

Beitragvon Volker Fahr-Lässig » Mo 28. Sep 2015, 17:58

Endlich wieder Zivilisation

gibt einiges zu berichten

hier der Link zu Text mit Bildern

http://feldweg-streuner.blogspot.al/201 ... anien.html

und hier nur Text


Das war ein knappes Ding.
Mit dem ersten Regen stehen die Moppeds in der improvisierten Tiefgarage in Pogradec
und ich drücke dem netten Portier schnell mal 200 Lek für seine Bemühungen in die Pfote.
Ein aufregender Tag.
Letztes Jahr war es der gebrochene Fuß, der uns zum wunderschönen Ohrid See trieb.
Dieses Jahr eine Gewitterfront und ein plattes Hinterrad.
Keine Frage, was ich bevorzuge, aber an meinem Nagelmagnetismus muss ich unbedingt arbeiten, denn das nervt auf Dauer und ist ja dieses Jahr auch schon das 2. Mal.
Heute hat mich der Nagel auf den Höhenzügen der Albanischen Grenzkammstraße erwischt.





Ziemlich mittig.........



nicht nur im Profil sondern auch bezogen auf die Strecke.
In beide Richtungen rund 20 km gar nichts.
Reifen runter wuchten schien nur die zweitbeste Lösung.
Glatter Durchstich 5 mm Loch.
Sollte mit Reifenpilot dicht werden.
So der Plan,
der nach dem dritten Mal Sprühen, einer CO-Patrone und anschließend auf 2 Bar aufpumpen mit Lutzens Kompressor endlich aufging.

Das muss jetzt bis Urlaubsende halten, denn so viel Reifendichtschaum, wie da aus der Felge lief, wird der Schlauch sicher nie wieder vom Mantel zu trennen sein. Und wenn ich an die Felge denke, könnte ich kotzen.
Dennoch war's insgesamt ein geiler Tag. Tolle Landschaft, nette Leute,
wie zum Beispiel der gute Mann der angehalten hat und sich über seine Regierung beschwert hat und die Deutschen diesbezüglich lobte,
und nicht nass geworden.
Aber irgendwie kamen wir schon wieder nicht so recht vorwärts, was diesmal nicht nur an den "Schotter-Schnecken"



lag, sondern auch an der genialen Streckenführung,



dem verwirrenden Kartenmaterial und dem verzauberten NAVI,
welches nämlich eben so wenig Ahnung wie wir davon hatte, dass wir uns teilweise auf der Neubaustrecke bewegten.

Vom Verkehr in Pogradec hatten wir ziemlich bald die Nase voll, zumal das Wetter sich 20 km vor dem Ohrid See ja extrem verschlechtert hatte und das Gewitter uns nun langsam einholte. Die Uferpromenade ist mal sehr hübsch und dann wieder übersäht mit Bauruinen, für die sich niemand zuständig fühlt,
aber vor allem ist sie Einbahnstraße, was mächtig nervt, wenn man eine schöne Bleibe sucht.
Irgendwann halten wir wieder im Promenadenkern, der durch zwei neue imposante Hotels gekennzeichnet wird.
Ich gehe mal zum Ufer um mir ein Bild zu machen, dann gehe ich in das größere der beiden Hotels und frage nach 2 DZ.
Ja, hat er, alles recht nobel hier, denke ich
Kostet?
25 € sagt er.
Ich frage nach "per person"?
No, for the Room.
Breakfast?
Included what else?
Keine Frage, wir haben ein Hotel gefunden, das mit Schwimmbad und Spa zu gefallen weiß und da wusste ich ja noch nixos von der Moppedgarage.
Abend gab's dann gegrillten Fisch, aber darauf komm ich eh nochmal zurück.



Der 25. ist dann leider nicht so erwähnenswert, denn scheinbar habe ich den Koran (eine Forellenabart hier im See) nicht so wirklich vertragen. Der Freitag findet daher ganztägig mit Fieber im Bett statt. Egal, draußen regnet es in Strömen und Shirts müssen eh gewaschen werden.
Jetzt macht es sich zumindest bezahlt, ein großes Hotel direkt an der Uferpromenade genommen zu haben.
Und während die Anderen die Stadt noch unsicherer machen, als sie eh schon ist, schwitze ich den Koran langsam wieder aus.


Volker Fahr-Lässig
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Re: Drei Wochen im Septober Albanien 2015

Beitragvon Volker Fahr-Lässig » Do 8. Okt 2015, 20:32

Endspurt
Noch einmal in die Albanischen Alpen zurück
Thethi Nationalpark, nix für Nasenbaohrer :-)

Bilder sind leider nur im Blog
http://feldweg-streuner.blogspot.com/2015/10/06-07-septober-abanien-2015.html

06.-07. Septober Abanien 2015
Thethi
Die Reise in eine andere Welt.

Die Übernachtung im Hotel Internacional in Fushe Arrez will ich eigentlich so schnell wie möglich ausspeichern und daher nur in einer kurzen Warnung zusammenfassen.
"fahrt nicht dahin"

Ein Blick aus dem Fenster (das eigentlich Terrazzo sein sollte) der Bruchbude, sagt mehr als tausend Worte.




Aber nach der langen Fahrt über Peshkopi und Kukes war die Übernachtung optionslos.

Dafür startet der Tag mit Nebelschwaden im Tal, die bald schon von der warmen Herbstsonne aufgelöst werden sollten.





Schon nach wenigen Kilometern fahren wir durch die sonnige Bergwelt um Puke Richtung Westen mit ständigem Blick auf den bis an den Horizont reichenden See von Shkodra.
Da hinten liegt irgendwo Montenegro, wo wir aber erst morgen aufschlagen wollen, denn für die letzten Tage in Albanien haben wir uns ein ganz besonders Goodie aufgehoben.
Den Theth Talkessel und damit vielleicht eine der abgeschiedensten Regionen Albaniens.



An der letzten Tanke vor Boge (die Zapfsäule, an der letztes Jahr noch Diesel und Benzin vertauscht waren, ist ausgewechselt und sie zeigt nun in Franken an und nicht mehr in D-Mark) wird nochmal Kraftstoff ergänzt.



Das dauert aber etwas länger, da während des Tankens plötzlich der Strom versiegt und somit auch das Plätschern im Tank ein Ende findet.
Aber der Albaner an sich ist ja eher vorbereitet auf solche Dinge und dank eines alten Notstromaggregates, das in diesem Transitrest wohnt



geht das Plätschern nach kurzer Pause munter weiter.
Der Weg bis zur Passhöhe ist seit letztem Herbst asphaltiert und ich kann mich noch gut an das Chaos in der Baustelle letzten Sommer erinnern, das mir nach der schwierigen Theth Runde etwas die Nerven geraubt hat.









Der Chef von Tourismusbüro ist verhungert oder bewirtschaftet wieder seine Felder oder hackt schon mal Holz für den nun bald anrückenden Winter.



denn die Saison ist hier doch ziemlich abgefrühstückt.



Der Weg hinunter ins Tal ist nur Minibussen und hohen PKW oder Geländewagen zu empfehlen. Er ist überwiegend einspurig mit tiefen Löchern und sehr engen Kehren. Dennoch verlaufen sich immer wieder Touris ins Tal, die sich dann darüber beschweren, dass sie für die 16 km 2 Stunden brauchen. Selbst mit dem Motorrad wird es bei lockerem Treffen mit Minibussen reichlich eng.
Aber wie gesagt, Saison vorbei, hier ist gerade kein



Na gut, einen SUV und zwei Minibusse hatten wir dann trotzdem zu passieren.

Ja, und das Tal entschädigt dann für all die Strapazen
mit wildromantischen Ecken.
Es ist fast schon nervig, du setzt dich einfach mal hin, weil du deine Ruhe haben willst und schon siehst du wieder so eine Lokation, die dein Herz höher schlagen lässt.








Aber das ist ja eher was für Kleingeister,
die echter Überwältigung nicht gewachsen sind :-)
:


Leider mussten wir am nächsten Tag schon wieder los.



Sehr nett fand ich es, dass es neben dem besten Byrek in unserer Unterkunft
auch nochmal so richtig klasse Sonnenschein gab.
Apropos Unterkunft: Wir hatten wirklich tolle neue Zimmer mit schickem Bad in der Villa Gjecaj. Die Zufahrt war zwar (vermutlich aufgrund eines vorangegangenen Unwetters) etwas geröllig, aber sowohl die herzliche Begrüßung (mit selbstgemachtem Saft) als auch die schönen Zimmer und das sehr leckere (und preiswerte) Abendessen entschädigten das voll und ganz.

Der Sonnenschein macht das Offroaden irgendwie allen einfacher, da man keine Sorge haben muss, gleich im Steinschlag oder Schlamm zu versinken.



Am Ende einer so langen Reise muss man auch nicht unbedingt immer alles sehen. Die Südpassage und das Durchqueren des Talkessels mit seinen Wasserspielen und Sehenswürdigkeiten heben wir uns für eine andere Reise auf. Vielleicht auch eher mit dem Rad oder Pedelec, was sich hier geradezu aufdrängt.




Es geht weitere 16 km über Stock und vor allem Stein hinauf in die Berge, wo wir hoffen, bald auf das Asphaltband zu treffen, das uns wieder hinunter nach Shkodra bringen soll.




Ich nehm's vorweg, wir sollten es auch tatsächlich, dort wo wir es vermuteten, finden.





Wir fahren westlich sehr dicht am Skadarsko Jezero ( der eben noch Liqueni i Shkodres hieß) vorbei.
Die Strecke ist langsam, eng und sehr empfehlenswert.
Langsam ging es auch am Grenzübergang in Shtuf vorwärts, wobei wir schon den Service einer bevorzugten Abfertigung über den Fußgängerstreifen genießen durften.


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