Beta Alp 200 Fahrbericht

Nutzennutzer
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Beta Alp 200 Fahrbericht

Beitragvon Nutzennutzer » Sa 9. Apr 2016, 11:01

Bin seit 1 Woche Besitzer einer neuen Alp 200.
Meine ersten Eindrücke sind wie folgt mit Noten / Note 1 (grottenschlecht) bis 10 (optimal):
Der Motor ist wirklich prima, durchzugsstark ab kurz über Leerlaufdrehzahl, von 30 km/h bis 110 kann man im fünften Gang fahren, Note 8
Das Getriebe ist sehr gut zum Endurowandern, vor allem der 1. Gang ist kurz übersetzt, auch für engste Kurven bergauf wird keine Kupplung benötigt, Note 10
Gesamteindruck und Verarbeitung naja, für 4 Mille gibt es halt keine 1a Qualität, Preis/Leistung aber in Ordnung, absolut Note 5
Bremsen vorne Note 4
Bremsen hinten Note 5
Vibrationen sind typisch für 200er Enduro, kräftig aber auszuhalten
Handlichkeit Note 10
Licht Note 6
Das übelste an dem Maschinchen ist die Sitzbank, hier vergebe ich nur Note 2. Hart, vielleicht für die Gesäßbacken eines trainierten 20-jährigen geeignet, aber zum Endurowandern einfach nur Schrott. Nach ner halben Stunde schon Probleme.

Frage ans Forum: hier wird ja die Sitzbank der Urban gepriesen. Ist die wirklich deutlich besser ?

Überlege mir nun, entweder die Urban-Sitzbank zu kaufen, eine generell andere Sitzbank um- und dann anzubauen oder bei der hiesigen den Schaumstoff runterzunehmen und komplett neu aufzupolstern und zu beziehen.
Beta Alp 200

pässefahrer
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Re: Beta Alp 200 Fahrbericht

Beitragvon pässefahrer » Mi 13. Apr 2016, 20:42

Komisch, eines der wichtigsten Dinge an Enduros ist das Fahrwerk, und das erwähnst du überhaupt nicht? :think:
Gruß Bernd

Unterwegs mit KTM 690 Enduro R und Yamaha WR 450 F

Harald
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Re: Beta Alp 200 Fahrbericht

Beitragvon Harald » Do 14. Apr 2016, 07:40

Thema Fahrwerk und Bremsen Note 4

Ich zitiere mal dazu einen Motorrad Testbericht

Einmal eine Aussage was man Anstatt einem Motorrad bekommt.

Zitat:

Sie kann blinken, hupen, rückspiegeln und scheinwerfen.
Gepäck und zwei Personen kann sie auch. Und e-starten.

Wir reden von Trialern – diesen verrückten, kleinen Dingern, die meterhoch springen und per dreifachem Rittberger wenden können.

Beta zählt zu den arriviertesten Herstellern solcher Geräte, trug schon sieben WM-Titel nach Hause ins schöne Florenz.

Mit der Alp wagt sich der italienische Familienbetrieb nun an die breitere Öffentlichkeit.

Freilich unter besonderer Berücksichtigung bürgerlicher Interessen.
Drum kommt die 200er nicht als sägende Zweitaktfräse, sondern zivil im Viertakt daher.
Der Einzylinder »made by Suzuki« bringt’s auf immerhin 15 PS, die allesamt so tapfer antreten, dass man sich selten untermotorisiert fühlt.

Um das japanische Implantat herum fabrizierten die Florentiner ein Fahrwerk, das mehr nach vollgefedertem Mountainbike denn vollgetüvtem Motorrad aussieht. Kurz, klein, schmal, kompakt.

Vorn ist hinten, ist oben, ist unten – alles ist aufs Dichteste komprimiert.
Das Ganze wiegt 116 Kilogramm, samt neun Litern Sprit im Tank, passt am Stück in jede Großraumlimousine und fährt am liebsten zum Wandern.

Schmale, steile, schwierige Wege – je ursprünglicher die Gefilde, desto mehr ist die Beta in ihrem Element. Sie kommt garantiert überall hin, wo ein Fahrzeug ohne Flügel und Schiffsschraube hinkommen kann.
Und das Beste daran: Zum Alp kraxeln gehört nicht mal besonderes Talent.
Kleiner Ausrutscher – kein Problem: Wo nicht viel ist, kann nicht viel kaputt gehen.
Verfahrene Situation – völlig egal: Im Notfall wird das Teil geschoben, gehoben oder in den Rucksack gepackt.

Alles ist möglich, nur Herumbolzen nicht, denn fürs Herumbolzen sind Trial-Enduros nicht gemacht.

Selbst im Asphaltbetrieb ist die Alp nicht scharf darauf, ihre 105 km/h Höchstgeschwindigkeit auszuspielen.

Denn erstens gerät sie bereits bei 80 Sachen ins Trudeln,
zweitens sind ihre Bonsai-Bremsen nicht dazu angetan, höhere Tempi zu vernichten,
und drittens wehren die knüppelharten Federelemente so gut wie keinen Angriff aus dem Untergrund ab.

Ums kurz zu machen:
Aus herkömmlicher Sicht ist die Beta eine ziemliche Gurke.
Doch wer enttäuscht von ihr absteigt, ist mit falschen Erwartungen an sie herangegangen.

Alp fahren ist anders.
Alp fahren ist ein Spiel.
Viel lustiger und unaufwändiger als ordinäres Motorradeln.
Es gilt: dem Stadtverkehr ein Schnippchen zu schlagen, den kürzesten Weg aufs Land zu finden, um
bei den Wackersteinen am Fluss den Hochspung zu üben.

Einfach so, aus Spaß an der Freud.

Zitat Ende :

Die Alp ist kein schlechtes Spaßgerät ,
allerdings kann man hier nicht Vorraussetzungen wie bei einer 250 AJP , KLX 250 oder WR 250 erwarten ....

Trail wird im Stehen gefahren und die Trailer haben gar keine " Sitzbank" , diese hier ist ein Kompromiss
An die Straßenzulassung.
Wäre in der Alp ein Fahrwerk ala Enduro drin könnte man sicherlich nicht so Trailen......

Ich persönlich meine, das sie nicht als Wanderenduro geeignet ist weil ihr hauptgesichtspunkt nicht auf
Strecke, sondern Spaß um die Ecke ausgelegt ist .

Selbst bei einem MtB für Tausende Euros mit Hydraulischer Scheibenbremse und neuester Technik wäre diese Bremse mit Note 3 oder 4 bewertet worden weil sie vollkommen überbelastet wäre.

Ich fahre meine Maschinen immer ausgiebig vor dem Kauf, um genau solche Punkte auszutesten.

Kleiner Tipp zur Sitzbank:
Bevor man sich eine neue kauft sollte man sich vorher einmal eine Marken Mtb Hose zulegen und damit fahren.
Fühlt sich dann auch an als habe man eine neue Sitzbank.
So etwas gibt es auch als Protektor Hose zum drunterziehen ;)
Quäle Crosser, Enduro, Supermoto extreme ,und Sporttourer


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