Enduro für unbegabte...?

Dies und das zu Moped´s
nlj
Beiträge: 11
Registriert: Mi 30. Jan 2013, 14:22

Enduro für unbegabte...?

Beitragvon nlj » Mi 30. Jan 2013, 15:02

Hallo,

ich trage mich mit dem Gedanken für 2-3 Wochen mit Schwerpunkt 'Schotter' in die Alpen zu bewegen. Also 1 Zahlbürste, 3 T-Shirts, 3 paar Socken, 5 Unterhosen und ne Kreditkarte. Mit meiner Tiger 1050 ist das wohl eher suboptimal. Da ich keine Enduroerfahrungen habe, soll es nicht so heftig sein, aber trotzdem, einmal die Tiger hingeschmissen, schon is schnell ein tausender weg.

Außerdem das Thema Gewicht und Leistung, was ich da wohl echt nicht brauche.

Ergebnis ist, ich schaue nach einer erschwinglichen und pflegeleichten / zuverlässingen Enduro. Weil ich - Asche auf mein Haupt - keinerlei Schraubererfahrung habe. Wie sind denn hier dazu die Meinungen, so im Preisbereich um 2.500EUR?

Mir sind da diverse Mopeds eingefallen, z.B. XT600E, XT660R, Dominator, DR650, KLR, etc..

Nur wie gesagt, ich kann nicht schrauben (ja, Ölwechsel und Kette spannen geht wohl), und habe daher reichlich Unsicherheit. Was passiert z.B. mit nem Vergasermotor auf 2.800m, etc.

Hoffe ihr könnt mir mit Einschätzungen helfen mit Ratschlähen..


Gruß,

Gerrit

Greenrun
Beiträge: 291
Registriert: Mo 27. Sep 2010, 23:45
Wohnort: Ravensburg

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon Greenrun » Mi 30. Jan 2013, 16:14

Hallo Gerrit,

ich bin begeisterter Suzuki DR Fahrer. Habe schon mehrere 650er (SP44 und SP45) gehabt und derzeit mit größter Begeisterung auf ner 350er unterwegs.

Die 350er ist schön leicht und zuverlässig. Allerdings gibts die meisten Gebrauchten nur als Kickermaschinen. Und in aller Regel sind sie auf dem Gebrauchtmarkt für das Alter zu teuer. Aber das liegt halt an der Beliebtheit der Maschinchen.

Ich dachte, dass sie mir mit ihren 27 PS zu schwach auf der Brust sein könnte. Das Gegenteil ist der Fall, durch geringes Eigengewicht ne richtig flotte Biene.

Die 650er SE ist deutlich leichter als die 44er und 45er und hat gleich viel PS, also so ca. 45 PS. Das wäre auch noch eine gute Alternative ;)

Wenn du Zeit und Lust hast, dann schau dir mal meine Videos an, die ich hier im Forum gepostet habe:
viewtopic.php?f=17&t=375

Viele Grüße

:mrgreen:

P.S.: Man kann die Schraubereien auch mit der Zeit lernen. Hilfe bekommst du in den Foren. Ich habe so auch angefangen und kann inzwischen doch einiges selber machen. :whistle:
BMW F800GS

Eggi
Beiträge: 685
Registriert: Di 2. Feb 2010, 19:05
Wohnort: Lübeck
Kontaktdaten:

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon Eggi » Mi 30. Jan 2013, 17:23

Kann mich da anschließen.
Ideal wäre die DR 350, aber die Preise, die aufgerufen werden, sind unverschämt und am Rande der Sittenwidrigkeit.

Ansonsten noch XT 600 E oder ne DR 650.

Oder schau mal hier: http://endurowandern.npage.de/enduros-f ... ndern.html
Der Verlust der Werte: Es gibt Leute die kaufen mit Geld, das sie nicht haben, Sachen, die sie nicht brauchen, um Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.

http://endurowandern.npage.de/

KLEiner
Beiträge: 893
Registriert: Sa 3. Apr 2010, 09:28
Wohnort: 34582 Borken (Hessen)

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon KLEiner » Mi 30. Jan 2013, 18:23

nlj hat geschrieben: Was passiert z.B. mit nem Vergasermotor auf 2.800m, etc.


Moin Gerrit,
gar nix, läuft halt wenn er gut eingestellt ist ;) ...

Erstmal willkommen hier im Forum :mrgreen:
Darf ich fragen wie "Lang" Du bist, weil für "Kurzbeinige" ist es auf hohen Enduros ungleich schwerer...
Generell sehe ich das so, das Einzylinder wartungsintensiver sind als Mehrzylinder...also entweder Geld haben oder selber schrauben können, wobei man das letztere auch ganz gut erlernen kann ;)
Dann ist die Frage was Du fahren willst, soetwas wie die Assietta oder darf es auch schwieriger werden :think:
Wenn es auch mal schwieriger werden darf, ist je leichter desto besser...wenn es bei der Assietta bleiben soll, können es auch 200kg Eisen sein :mrgreen:
Wie willst Du Deine Schotterstrecken erreichen?
Auf eigener Achse oder im Trapo bzw.mit Anhänger?

Wie Du siehst Fragen über Fragen ;) ...wenn Du die für Dich (uns) beantwortet hast, kann man auch das richtige Möp empfehlen.

lg Frank
Ich bin nicht klein, ich bin ein Konzentrat
http://twin500.net
KLE 500 Enduro
KLE 500 Sumo
KLX 250 S
Bandit 1200 POP
KTM 300 EXC 2T :ktm:

Mathias
Beiträge: 1279
Registriert: Fr 1. Jan 2010, 22:36
Kontaktdaten:

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon Mathias » Mi 30. Jan 2013, 20:33

Bei der SP 46 (DR 650 SE) sind gebrauchte Ersatzteile ein Problem und denke bei der DR350 ist das nicht viel anderst. Soviel ich weiß hat die DR350 ein 18 Zoll Hinterrad (alle????).... 18 Zoll ist super, mit 17 Zoll ist die Reifenwahl für schwierigeres Gelände sehr begrenzt.

Die SP45 würde ich streichen, die wiegt 10kg mehr als die SP44, dank Daumenkicker. Für die SP43 gilt dasselbe + dem sauschweren Endtopf. Andererseits ist das wieder eine Frage von Größe, Gewicht und Ausdauer. Ich kick meine SP42 relativ locker. ;-)

Ich kann nur für die SP41 - 45 (DR 650) sprechen, wenn die Dir wirklich überfetten sollte, ist das Problem mit wenig Aufwand lösbar.

Der Schwachpunkt an der DR650 SP41 - 45 ist die Nockenwelle, wenn mit zuwenig Öl gelaufen und der dritte Gang. Du solltest, wenn Du Dich auf die Suche machst, jemanden haben der etwas Plan hat. Dann bekommst Du eine ab ca. 800.- ..... da lässt sich dann auch vieles einfach regeln, wie Motorschutz der SP41, Sturzbügel der SP41 u. 43..... mit Hebelschützern und einem Gepäckträger als Sturzschutz, kann dann nicht viel kaputtgehen.

Franks KLE dürfte nicht viel mehr wiegen wie meine SP42, aber etwas schwieriger auf schwieriges Gelände zu trimmen, wie meine DR. Dafür gibt es ein Forum mit Erfahrungswerten und den Vorreiter KLEiner, der immer wieder gute Ideen ausprobiert. Grundsätzlich dürfte das Moped zuverlässiger sein, als die DR, braucht aber etwas Bastelarbeit, um sie auf Gelände zu trimmen.

Es hat alles seine Vor- u. Nachteile..... vom Gewicht u.daraus resultierendem Preis/Leistungsverhältnis ist die DR350 nicht zu toppen. Eine DRZ würde mir auch noch gefallen, aber die Kosten meist noch mehr...... bei einer Beta ist der Preis so hoch, dass es richtig weh tut, wenn die mal hinfällt.....

Grundsätzlich ist die DR350 sicher eine gute Wahl, wenn es um die 2000.- sein dürfen...... und persönlich finde ich die superleicht zu kicken :whistle:
Die Anfahrt von 500+ solltest Du Dir dann aber eventuell doch sparen. ;-)

Gruß Mathias
1983-heute

Ex-Moped´s: DKW-25, DR 600S, DR 600 Dakar, GSX 1100 GS110X , GSX-R 1100, usw......., Vespa Cosa 200, DR650RS SP42B R.I.P :-(

aktuelle Moped´s: Q :happy-smileygiantred: , DR650RS SP42B, DR650R SP44B, DR 350 DK41A

nlj
Beiträge: 11
Registriert: Mi 30. Jan 2013, 14:22

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon nlj » Mi 30. Jan 2013, 20:41

Aloah, und danke erstmal für die Antworten.
Die Liste auf dem o.g. link ist schon das, was auch so meine Gedanken waren, ausser der Riesenhobels natürlich.

Also etwas mehr zu meinen Vorstellungen und den Voraussetzungen:

Ich habe ausreichend lange Beine, um bei einer auf 'hoch' gestellten BMW Adventure noch gut auf den Boden zu kommen... :-) Restriktionen wegen 'zu hoch' gibts also nicht, eher umgekehrt.

Ob Level "Assietta" oder mehr, weiss ich nicht, will halt mal raus und dann mal sehen. Z.B. mal auf den Sommelier, oder Parpaillon, und was es da sonst noch so gibt. Da ich aber offroad echt quasi-Neuling bin, würd' ich im Zweifel eher umdrehen oder schieben, als es unbedingt zu probieren. Oder wegwerfen, womit alles über 2-3kEUR ausfällt. Weniger is auch gut.

Schrauben kurzfristig zu lernen ist auch in Anbetracht der verfügbaren Freizeit (Job, Frau, Kind, Band, Hund, Tiger 1050) schwierig. Geld habe ich, nur nicht genug..... :-)

Also ich will nicht ne Mofa in genanntem Rahmen kaufen, und dann erst noch den Motor checken dürfen, oder irgendwelche Lager austauschen, oder, oder. Und schon gar nicht irgendwo auf nem Schotterweg die Karre nicht wieder anbekommen, weil es was vielleicht vermeidlich einfaches ist, was ich aber nicht weiss.

Von daher, bitte zuverlässig, liebe Mofa.

Windschutz brauche ich nicht (hat die Tiger ja auch nicht), aber nicht so schwer wär halt gut. so 160 - 180kg???

Stutzig macht mich halt, das man über Eintöpfe immer liest, Kolben kann ab 40-50tkm mal nachgesehen werde, Vergaser synchronisieren wichtig, etc. . .
Und darum finde ich es schwer zu sagen "gut, ich kauf jetzt ne XT600 für 1,5k EUR und düse mal los..." Und ob ich auf soner Mofa ne Probefahrt mache oder nicht: Ob die Kompression stimmt, merke ich nicht (komme von > 100ps), ob der Motor zu dolle rappelt merke ich auch nicht (Tiger hat nen 3-Topf), etc. . .

Und so stehe ich hier, und stinke...

Greenrun
Beiträge: 291
Registriert: Mo 27. Sep 2010, 23:45
Wohnort: Ravensburg

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon Greenrun » Mi 30. Jan 2013, 21:15

Dieses Angebot lege ich dir ans Herz. Leider ohne Bild, der Verkäufer gibt aber an, bei Kontaktaufnahme Bilder zuzuschicken. Verhandelbar ist der Preis auch noch, das scheint mir ein gutes Angebot zu sein.....sind von dir aus ca. 300 km, die sich lohnen könnten....

http://suchen.mobile.de/motorrad-insera ... res=EXPORT

Es handelt sich um solch eine 650er. Gibts auch in Schwarz....., die meisten sind so...:
Bild

hier in Schwarzem Design:

Bild

Viel Spaß bei der weiteren Suche.....

Viele Grüße

:mrgreen:
BMW F800GS

Mathias
Beiträge: 1279
Registriert: Fr 1. Jan 2010, 22:36
Kontaktdaten:

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon Mathias » Mi 30. Jan 2013, 21:35

Auch an die SP46 kann man den Motorschutz der SP41 noch basteln......

Aber die find ich persönlich fast etwas nieder..... kann man aber mit Umlenkhebeln und eventuell Gabelverlängerungen einfach höher bekommen. Eine gute SP46 unter 2000.- bekommen ist sicher kein schlechter Deal. In der Regel sind sie auch wesentlich standfester als ihre Vorgänger, völlig anderes Moped. Der Zylinder ist Nikasil beschichtet und es gibt einige die schon an der 80000 - 100000 km Grenze knabbern. Nachteil der Nikasilbeschichtung ist, einfach aufbohren und Übergröße ist nicht..... da braucht es dann eher eine neue Buchse.

Bj 97 ist nicht ganz ohne, schau mal nach „Engine-Grenade“ im DR Forum. Da geht es um Gehäuseausbrüche durch fehlende Anlasserrutschkupplung. Ich glaube die wurde 97 - 98 eingespart und kam später wieder. Lässt sich zwar nachrüsten ist aber eine Schrauberei. Andere wissen da aber mehr als ich ;-)

Wenn ich das Geld übrig hätte und es bei mir + ca.400km wäre, würde ich sie mir anschauen. Ich find die SP46 schon sehr spannend..... es gibt eben nicht unbedingt Ersatzräder für 30.- beim Auktionator.... aber so heftig willst Du ja erstmal nicht.

Die SP46 ist nicht nur leichter, die ganze Geometrie macht das Ding aus meiner Perspektive, fahrbar wie ein Mountainbike...... ich hatte mal kurz das Vergnügen mit einer SP46. ;-)

Oder so: ;-)

Bild

Bild hab ich bei Erich Horst geklaut.... bzw. verlinkt (Trafficklau ;-) )..... Erich wird es mir verzeihen :doh: . Die SP46 trägt einen Acerbis 25l Tank der ursprünglich für die SP44 gedacht war, aber auf mehrere Modelle anpassbar war. Den bekommt man gebraucht für 120 +

Den schrecklichen Originaltopf braucht auch niemand...... aber sonst. ;-)

Hessler bietet jetzt auch einen Tank der auf die SP 46 Plug & Play passt: Klick mich

Und wenn ich Hessler erwähne, dann möchte ich doch mal ganz unauffällig auf Wolfgang hinweisen. ;-) :lol: Klick mich ..... man kann viel machen, manchmal dauert es eben etwas. ;-)





Gruß Mathias
1983-heute

Ex-Moped´s: DKW-25, DR 600S, DR 600 Dakar, GSX 1100 GS110X , GSX-R 1100, usw......., Vespa Cosa 200, DR650RS SP42B R.I.P :-(

aktuelle Moped´s: Q :happy-smileygiantred: , DR650RS SP42B, DR650R SP44B, DR 350 DK41A

nlj
Beiträge: 11
Registriert: Mi 30. Jan 2013, 14:22

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon nlj » Mi 30. Jan 2013, 22:05

wow, wieder so viel input.... .... hab schon ganz eckige augen.

beim stöbern bin ich oft auf die DR gestossen, und ihr hämmert es mir ja auch quasi ein. . . aber irgendwie hab ich das gefühl, ich sollte dafür echt ein bisserl mehr schrauberwissen haben. irgendwie scheint mir das so, wie nen gitarrenanfänger ne profi-anlage bedienen zu lassen, was in etwa so ist, wie zu versuchen oma beim stricken Tips zu geben.

aaaaaah, i woas net.

naja, ich gehh jetzt erstmal in bette....

trend (bauchgefühl) geht übrigens grad zu ner xt660r. gibts da meinungen????

Mathias
Beiträge: 1279
Registriert: Fr 1. Jan 2010, 22:36
Kontaktdaten:

Re: Enduro für unbegabte...?

Beitragvon Mathias » Mi 30. Jan 2013, 22:28

Was mir an den Neueren nicht gefällt, ist das die Kümmer unter dem Motor entlang laufen. Das ist bei einer Enduro = MIST

Sonst..... keine Ahnung!

Lass Dich nicht beirren..... Du brauchst auf jeden Fall einen Motorschutz. Der Rest...... wirst Du schon sehen.

Ich bin natürlich in Gedanken gleich beim Umbauen. Und das mit der Rutschkupplung.... viele Modelle haben Schwachpunkte, bei den DRs weiß ich eben viel....

Gruß Mathias
1983-heute

Ex-Moped´s: DKW-25, DR 600S, DR 600 Dakar, GSX 1100 GS110X , GSX-R 1100, usw......., Vespa Cosa 200, DR650RS SP42B R.I.P :-(

aktuelle Moped´s: Q :happy-smileygiantred: , DR650RS SP42B, DR650R SP44B, DR 350 DK41A


Zurück zu „Moped´s“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste