DRZ 400 S oder E ?

z.B. In der Antarktis ist mir die Kette gerissen..... oder mit der xyz über Sand...
trailfinder 2
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DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon trailfinder 2 » Mi 30. Jul 2014, 19:11

Meine sechs Jahre andauernde Suche der für mich idealen Enduro gelangt langsam ans Ende. Jetzt fehlt noch die Entscheidung zwischen S oder E.An der S stört mich das wesentlich höhere Gewicht und an der E die niedrige Zulademöglichkeit sollte es wirklich mal auf eine größere Tour gehen. In erster Linie soll sie durchs Gelände klettern können aber auch begrenzt (50 km) auf der Straße einsetzbar sein. Das dies geht sieht man an der CCM 404.dieses von den Engländern gebaute Modell schafft den Spagat zwischen Gelände (Trockengewicht 117 kg) und begrenzten Straßeneinsatz (zwei Personen Zulssung)leider sind diese Modelle kaum auf dem Gebrauchtmarkt vertreten . Der Gedanke eine S möglichst weit ab zu specken kannn ich wohl begraben da ich wohl maximal 10kg von den 145 Kilo runter bekommen werde durch tauschen von ,Auspuff,cockpit,Kotflügel,Scheinwerfer,Tank ,usw. Wiederrum muß ich der E wohl einen leiseren Endtopf und kräftigeren Scheinwerfer verpassen auch die 17 PS die es meißt nur im Brief gibt sind doch immer etwas mit Vorsicht zu genießen. wenn ich Gelände fahre dann geht es meißt etwas extremer zur Sache so in Richtung trialartig auch lizenzfreie Wettbewerbe sollten wieder mehr auf dem Plan stehen.Straße würde ich Sie 50 km zur Arbeit,zum "Brötchen holen" oder mal für eine sonntägliche Kurvenschwingrunde hernehmen ,eine längere Reise auf Achse steht da eher als länger zu planende Option an. Die S werden zur Zeit deutlich günstiger als die E gehandelt.Wenn die S ja nicht so schwer wäre . :think: Los ich brauch "schlagende
Argumente " für das jeweilige Modell!! ;)
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reha73
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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon reha73 » Mi 30. Jul 2014, 21:52

Ich stand vor einem Jahr vor der gleichen Entscheidung.

Zum Gewicht:
Die 145kg der S beziehen sich auf das Leergewicht, die 117kg der E sind das Trockengewicht. Die S hat laut Werksangabe 132kg Trockengewicht, zzgl. 10l Benzin und Öle summiert sich das also auf etwa 145kg. Bezogen auf das Trockengewicht reden wir also von 15kg Unterschied. Wenn du das schwerere Heck der S eh benötigst, bleiben der Stahltank, die hinteren Fußrasten, der Auspuff und ein bisschen Elektronik zum Abspecken. Ob die Werksangabe für die E überhaupt korrekt ist, wird auch immer mal wieder in Frage gestellt. Es gibt auch Leute, die vollgetankt über 140kg gemessen haben (http://www.offroadforen.de/vb/showthrea ... rfahrungen).
Aber trotzdem: Die DRZ ist schon ein schwerer Bock und das fühlt sich auch so an. Nicht zu vergleichen mit modernen Sportenduros.

Zum Motor:
Vermutlich deutlicher spürbar als der Gewichtsunterschied sind der Leistungsunterschied und die Motorabstimmung. Die E hat deutlich mehr Power in den oberen Drehzahlbereichen. Die S läuft untenrum schön rund und ackert sich auch bei niedrigsten Drehzahlen durch, obenrum geht ihr etwas die Luft aus.

Alltag:
Aus der größeren Leistungsausbeute der E resultieren zumindest nach den offiziellen Angaben auch kürzere Wartungsintervalle.
Die E ist verglichen zur S sehr laut. Das ist fürs Endurowandern sicher nicht hilfreich.

Fazit für mich:
Wenn ich sportlich Enduro fahren wöllte, dann würde ich mir eine möglichst leichte Sportenduro zulegen, keine DRZ E.
Wenn ich ambitioniert Endurowandern wöllte, mit der einen oder anderen Trialeinlage, dann würde ich mir ein leichtes Moped wie die Freeride oder die AJPs zulegen.
Wenn ich vorwiegend gemütlich Endurowandern wöllte, nur selten auch etwas sportlicher, ab und an auch mal Asphalt unter die Räder nehmen wöllte und die größere Tour im Hinterkopf hätte, dann würde ich die DRZ S wählen.

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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon Frido » Do 31. Jul 2014, 01:06

Hallo,

da er sich nach reiflicher Überlegung und Probefahrten für eine DRZ entschieden hat, müssen andere Modelle nicht berücksichtigt werden. M.E. kann man moderne Sportgeräte nicht mit der alltagstauglichen Zette vergleichen, da hat man u.a. kürzere Wartungsintervalle und ca. 3 Liter weniger Tankinhalt.

Wenn man keine 2-Personenzulassung benötigt würde ich ganz klar die E wegen des geringeren Gewichts bevorzugen. Die E wiegt ca. 14-15 kg weniger als die S.

Ich finde nicht, dass die E im unteren Drehzahlbereich schlechter läuft als die S.

Aus 4-5 mm-Alublech kann man eine brauchbare Heckverstärkung bauen die das Kunststoffheck der E stabilisiert, das flattert ansonsten mit dem Nummernschild, den Blinkern und dem Rücklicht ganz gut.

Es gibt auch einen recht stabilen Gepäckträger den man montieren kann. Wenn mal eine Tour mit Gepäck anstehen sollte, könnte man dafür auch den Heckrahmen der S anschrauben und nach der Tour wieder abbauen.

Ich habe es noch nicht probiert, aber das Federbein der E dürfte die Mehrbelastung durch das Gepäck eigentlich wegstecken, denn vollgepackt fährt man vmtl. nicht in schweres Gelände.

Die E braucht keine kürzeren Wartungsintervalle als die S, warum auch? Der Motor ist identisch, die 10 PS Mehrleistung der E resultieren nur aus der dünneren Fussdichtung, den schärferen Nockenwellen, dem grösseren Vergaser und einer anderen CDI. Um die volle Leistung bzw. das max. Drehmoment zu erreichen dreht die E zwar 1400 bzw 1100 U/min höher, aber verkürzt das die Wartungsintervalle? M.E. nicht und man dreht ja auch nicht ständig bis zum Anschlag.

Den Endschalldämpfer kann man austauschen, z.B. gegen einen GSXR-ESD oder einen Leo 3, damit reduziert man die Lautstärke.

Die E hat zwar eine schwächere Lima, aber wenn man Blinker und Rücklicht auf Led umbaut spart man ein paar Watt und da würde ich einfach probieren ob die Leistung für einen H4-Scheinwerfer reicht.

Für die 50 km zur Arbeit würde ich zu einem geeigneteren Zweitmopped tendieren, auch wenn die Zette das wegsteckt.

Gruß
Frido
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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon Extrialer » Do 31. Jul 2014, 16:11

Hallo,
ich hatte mal eine DRZ 400 ohne E und ohne S.
Also ich kann dem bisher gesagten fast nur beipflichten. Ich hatte seinerzeit einen Akrapovic Endschalldämpfer und eine Selbstgemachte Heckverstärkung.
Das hat beides gut funktioniert. Ich bin auch Straße mit Super Moto Wechselrädern gefahren. geschont hab ich die DRZ dabei nicht unbedingt.
Ich hatte sie 7 Jahre lang und hab nur jeweils im Frühjahr einen Ölwechsel gemacht. Als ich sie verkauft habe war sich optisch wie technisch im
Top Zustand. Meine ohne E-Starter war ja noch etwas leichter als die E, ABER angefüllt hat sich das im Vergleich zu meiner PR5 (auch 125kg Leergewicht)
wie ein Klumpen Eisen. Ehrlich da sind Welten dazwischen.
Trialrider, ich kenn ja deine Fahrweise jetzt etwas, ob du da mit der S (oder auch E) Glücklich wirst, hm? Ich weis nicht.
Ich würde mir das nochmal überlegen, das Konzept der DRZ ist halt auch 15 Jahre alt. Meine war eine 2001 er.
Da hat sich einfach sehr viel getan.

Ich weiss das er sich eingentlich fest gelegt hat(te), aber vielleicht solltest du mal noch die GAS GAS Cami probe fahren.
Die hat ja den gleichen Motor wie die PR5 aber mit Vergaser. Ich könnte mir vorstellen das die unten herum weicher anspricht.
Kostenpunkt 5000€ und Zweipersonenzulassung, voll alltagstauglich . . .ich finde das OK. Das Fahrwerk ist nicht einstellbar und insofern
nicht so gut wie bei den AJP´s aber ehrlich? braucht man es wirklich.

Gruß Volker
BMW G 650 Xcountry
AJP PR 5 LC

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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon reha73 » Do 31. Jul 2014, 16:20

@Frido
Bzgl. der Wartungsintervalle sprach ich von den offiziellen Angaben: 2500km bei der E, 6000km bei der S. Ob man sich daran orientiert oder nicht, ist ja jedem selbst überlassen und sicherlich auch vom jeweiligen Einsatzzweck abhängig.

Hier ist das Ganze übrigens recht gut abgehandelt: http://www.drz400s.de/entscheidungshilfe.htm

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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon Frido » Fr 1. Aug 2014, 16:58

Hallo,

nachdem ich gestern schon eine Antwort getippt hatte kam das Internet und hat sie gefressen - einfach wech war sie. :evil:

Im Clymer DRZ Handbuch sind die Wartungsintervalle für die S/SM in Km angegeben, die für die E/Y in Betriebsstunden. Vielleicht geht man da ja vom wettbewerbsmässigen Einsatz aus?

Wegen der Mehrleistung müssen bei gleichen Einsatzbedingungen m.E. das Ventilspiel, der Lufi usw. nicht öfter überprüft bzw. gewartet werden.

@Trailfinder - Mir fehlt der Missionierungswille, aber ich finde, dass rein von der Vernunft her, soweit das bei dem Hobby überhaupt möglich ist ;) , ein Zweitmopped die beste Alternative wäre.

Du hast mal erwähnt bei der Zette das Getriebe umzubauen, das Getriebe kostet bestimmt 500 €, ein neuer Dichsatz nochmal ca. 100 €, andererseits kriegt man gebrauchte strassentauglichere Enduros in gutem Zustand für ca. 1500 €, Steuern und Versicherung sind in unserem Alter bzw. mit unserem Rabatt Peanuts. Du hättest dann aber ein Mopped mit dem du die 50 km zur Arbeit bequemer, mit besseren Reifen, besserem Licht, besserer Zuladung usw. fahren könntest. Die Zette müsstest du dann nicht groß umbauen, die stände mit entsprechender Bereifung spielbereit in der Garage.

Gruß
Frido
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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon trailfinder 2 » Mi 6. Aug 2014, 06:20

Ok das reicht mir als Argumentation.Da ich meine Mopeds nicht alle Jahre wechsel sondern etliche Jahre "treu" bleibe ist ein Modell das nachweislich sehr zuverlässig ist und auch schon erfolgreich bei extrem Enduro Veranstaltungen (X Track Toscana Thomas Günther und Thomas Ramsbacher) wie auch bei Langstrecken (quer durch alle Länder) seine Qualitäten bewiesen hat das für mich geeignetere Modell.Der Gebrauchtteilemarkt ist groß und gefällt mir eine Eigenschaft nicht wie zu viel Lärm zu schwache Lima Gewicht oder die Übersetzung gibt es kaum ein anderes Modell bei dem man durch Gebrauchtteile die Eigenschaften derart verändern kann wie man es braucht.Der Markt zeigt die Preise bleiben stabil und gefällt einem die DRZ am Ende doch nicht läßt sie sich wieder gut verkaufen. :whistle:
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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon trailfinder 2 » Mi 6. Aug 2014, 06:22

trailfinder 2 hat geschrieben:Ok das reicht mir als Argumentation.Da ich meine Mopeds nicht alle Jahre wechsel sondern etliche Jahre "treu" bleibe ist ein Modell das nachweislich sehr zuverlässig ist und auch schon erfolgreich bei extrem Enduro Veranstaltungen (X Track Toscana Thomas Günther und Thomas Ramsbacher) wie auch bei Langstrecken (quer durch alle Länder) seine Qualitäten bewiesen hat das für mich geeignetere Modell.Der Gebrauchtteilemarkt ist groß und gefällt mir eine Eigenschaft nicht wie zu viel Lärm zu schwache Lima Gewicht oder die Übersetzung gibt es kaum ein anderes Modell bei dem man durch Gebrauchtteile die Eigenschaften derart verändern kann wie man es braucht.Der Markt zeigt die Preise bleiben stabil und gefällt einem die DRZ am Ende doch nicht läßt sie sich wieder gut verkaufen. :whistle:
Dann wird es eine E. ;)
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Re: DRZ 400 S oder E ?

Beitragvon trailfinder 2 » Mi 6. Aug 2014, 17:32

Upps Doppelpost ,einer kann gelöscht werden danke.
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