Navi-Erfahrungen

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Frido
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Navi-Erfahrungen

Beitragvon Frido » Mi 26. Mär 2014, 15:54

Hallo,

welches Navi eignet sich für Strassentouren in Europa?

Sprachansage über Bluetooth hört sich ja gut an, bewährt sich das auch in der Praxis?

Die Handybedienung während der Fahrt ist nicht erforderlich.

Das Display sollte groß genug sein um während der Fahrt abgelesen werden zu können.

OSM-Karten sollten verarbeitet und Touren am PC vorab geplant werden können.

Auf dem ersten Blick bietet sich das Garmin Zumo 340 an, gibt es dazu preiswertere Alternativen?

Gruß
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Balu86
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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Balu86 » Mi 26. Mär 2014, 16:23

Hi,

ich habe das Garmin Zumo 350 LM.

Durch Lifetimemaps gibt es bis zu vier mal im Jahr kostenlose Kartenupdates für ganz Europa und das bis zu 30Jahre lang.
OSM wird also nicht unbedingt gebraucht.

Sprachübertragung via Bluetooth ist, meiner Meinung nach Schwachfug.
Die meisten Bluetooth Headsets haben eine maximale Akkulaufleistung von 9h. Wenn du zwei Tage hintereinander unterwegs bist ohne Steckdose zwischen durch hast du verloren.

Ich habe die Sprachausgabe komplett ausgeschaltet und komme damit bestens klar. (Letztes Jahr 4.500km Schweden)

Touren können auf vielfältige Weise am PC geplant und auf das Navi übertragen werden.

Wenn man sich zwischendurch überlegt das man doch woanders lang fahren möchte ist ein rudimentärer Routenplaner im Navi integriert.

Die Bedienung mit Motorradhandschuhen funktioniert problemlos.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät und würde es jederzeit wieder kaufen.

Abgerundet wird das bei mir noch durch eine abschließbare Halterung von Touratech.
Ich habe keine Lust das Teil immer wieder ab- und aufzubauen wenn ich gerade in die Tankstelle gehe zum bezahlen.

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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Frido » Mi 26. Mär 2014, 16:57

Hallo,

deinen Bericht über das 350 hatte ich schon gelesen.

OSM finde ich ganz praktisch um nicht auf das Kartenmaterial des Navi-Herstellers angewiesen zu sein.

Ob die Sprachausgabe erforderlich ist - keine Ahnung? Ich weiß nicht ob das Display immer gut lesbar ist oder es je nach Sonneneinstrahlung Probleme gibt? Je nach Verkehrslage könnte es praktischer sein nur auf das Navi zu hören und sich auf den Verkehr zu konzentrieren, glaube ich.

Ich habe eigentlich nicht vor 2 Tage ohne Stromanschluß zu verbringen, notfalls sollte man über eine Bordsteckdose laden können und wenn die Sprachübertragung doch mal ausfallen sollte hat man Pech gehabt, den Weg wird man trotzdem finden.

Die Frage ist dabei ja, wieviel spart man bei der Anschaffung wenn man auf die Option "Sprachausgabe über BT" verzichtet? Ich möchte mich nachher nicht ärgern weil ich evtl. ein paar Euro an der falschen Stelle gespart habe. Ein gut funktionierendes Navi ohne BT-Sprachausgabe das nur die Hälfte kostet wäre natürlich eine Option, aber gibt es das?

Gruß
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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon reha73 » Mi 26. Mär 2014, 18:15

Wenn ich viel (wie ich meine zu viel) Geld für ein Motorrad-Navi ausgeben würde, dann sollte es auch so ein schönes Gimmick wie kurvenreiche Strecke bieten. So richtig brauchbar sind da bisher wohl nur die TomToms. Habe selbst keines, kenne es aber vom Hinterherfahren und würde das für wichtig halten. Auch wenn ich die Strecken meistens vorher am PC plane: bisher gab es dennoch zahlreiche Situationen, wo diese Option sehr nützlich war.

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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Frido » Mi 26. Mär 2014, 21:10

Hallo,

über so eine Funktion habe ich bisher nicht nachgedacht, denn das Navi soll mich nur unterstützen und mir nicht die Strecke vorschreiben. ;) Kann man ja mal im Hinterkopf behalten.

Sicherlich sind Moppednavis verhältnismäßig teuer, daher versuche ich ja zu ergründen was man tatsächlich braucht. Ich finde es nervig, das man öfter anhalten und auf der Karte nachsehen muß wo es langgeht. Wenn es geht habe ich keinen Tankrucksack montiert, damit entfällt dann auch die Kartentasche und ich muß anhalten, Handschuhe ausziehen, die Karte aus der Tasche holen, aufschlagen, nachsehen, zusammenfalten, einstecken, Handschuhe an und weiterfahren. Das ging bisher immer, aber wie gesagt, es nervt.

Aber auch mit Navi hätte ich eine Papierkarte dabe, blind vertrauen werde ich diesen Dingern nicht, dafür bin ich zu altmodisch.

Gruß
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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Frido » Fr 28. Mär 2014, 13:49

Hallo Balu86,

hattest du vorher ein anderes Navi oder hast du dein Garmin in der Praxis mal mit anderen Geräten verglichen?

Gruß
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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Balu86 » Fr 28. Mär 2014, 14:21

Hi,

beides.

Vorher war auf meiner Varadero ein original Honda Navi.
Das war ein auf Honda gelabeltes Garmin Streetpilot 2610 mit Europakarten, aber leider gab es dafür keine Updates mehr.
Hat aber an sich gut funktioniert.
Das schöne daran war das "Daumenbedinungselement" am Lenker.

Dann habe ich mir von einem Bekannten für eine Tour mal ein Navgear Motorradnavi geliehen, aber auf dem Display sieht man bei etwas Sonne gar nichts mehr.
Menüaufbau ... Gewöhnungsbedürftig.
PC Software unter alles Sau.

Als nächstes hatte ich im Laden ein TomTom in der Hand, aber da gefiel mir die Bedienung überhaupt nicht.
Die Menüführung war für mich schlicht unlogisch.
Außerdem empfand ich die Zeit die das Nvi braucht um Sateliten zu finden und Routen zu berechnen als zu lang.
(Ich bin damit nach draußen geganen bevor jetzt gleich jemand schreit "Im Laden geht das nicht, dass ist unfair...")
Zu der PC-Software kann ich hier nichts sagen.

Auch sollte man bei den TomTom (ich nenne Sie liebevoll DummDumm) Geräten mal hinterfragen wie diese "schönste Route" berechnet wird.
Setzt sich ja kein Mensch ins Auto, fährt alle Straßen in Deutschland ab und sagt: "Och, hier ist aber schön..." und trägt das dann in einer Karte ein.

Im Auto habe ich jahrelang ein Navigon Gerät benutzt, was ich von Bedienbarkeit und Menüführung sehr gut finde, aber die haben zu der Zeit wo ich ein navi gesucht habe kein Motorradnavi im Angebot gehabt.
Hierzu ist mir auch keine PC-Tourenplanungssoftware bekannt!

So bin ich dann zu dem Garmin Zumo 350LM gekommen.
- schnell
- einfach zu bedienen, auch mit Handschuhen
- unterstützte viele Kartenformate
- Lifetime Maps (bis zu 30 Jahren, vier mal im Jahr Updates)
- Tourenplanungssoftware und Webseiten welche das Garmin Format unterstützen gibt es wie Wassertropfen in der Nordsee.
- Kann auch im Auto genutzt werden (mache ich mittlerweile auch)
- Hat Bluetooth (wers braucht...)

Kostet halt nen paar Mark fufzich...

Noch eine kleine Anekdote:
Ein Bekannte aus Hannover wollte mich mit Motorrad besuchen kommen.
Da er nicht wusste wo ich wohne wollte er sein Ei-Phone als Navi nutzen und hat sich zu diesem Zweck im MediaMarkt eine wasserdichte Lenkerhalterung besorgt.
12V Versorgung an das Teil, Knopp ins Ohr und los gehts.
Unterwegs sagt das Navi dann "Der Straße 52km folgen."
Nach ca. einer Stunde in der keine Ansage vom Navi kam senkte er den Kopf und stellte fest, dass sein Handy keine Lust mehr hatte mit zu fahren.
Es war weg.
Die Lenkerhalterung war wohl nicht die beste und ist abgebrochen.

Noch ein Grund mehr nicht nur nach Sprachanweisung zu fahren sondern ab und an mal zu gucken ob das Navi noch da ist.



Ich hatte ja schon geschrieben, dass ich ohne Ton nur nach Karte fahre.
Ich komme damit gut klar.
Gruß
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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Hölschi » Fr 28. Mär 2014, 20:35

Ich nutze mein Smartphone für die Navigation. Als APP habe ich OsmAnd also die Software von Open Street Map. Karten funktionieren offline. Ich kann die gefahrene Strecke aufzeichnen und später exportieren. Ich kann mir diverse POIs anzeigen lassen. Klappt super Und die APP ist einfach zu bedienen.

Meine Touren plane ich über gpsies.com und schiebe sie als .gpx Datei rüber.

Ich nutze es aber nicht für die Strasse. Eher für die Touren über Feld und Waldwege. Stimme hat es wohl auch aber ich habe nicht probiert wie es funktioniert.

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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon reha73 » Fr 28. Mär 2014, 23:45

Balu86 hat geschrieben:Auch sollte man bei den TomTom (ich nenne Sie liebevoll DummDumm) Geräten mal hinterfragen wie diese "schönste Route" berechnet wird.
Setzt sich ja kein Mensch ins Auto, fährt alle Straßen in Deutschland ab und sagt: "Och, hier ist aber schön..." und trägt das dann in einer Karte ein.

Es geht nicht um "schönste Route", das kann man in der Tat meist vergessen, sondern um die Option "kurvenreiche Strecke", die ist beim TomTom recht gut, wenn man das alles erst mal nach seinen Wünschen konfiguriert hat. Für den, der nicht ständig und alles im Voraus möchte, ist das m.E. sehr hilfreich. Aber bitte nicht falsch verstehen, ich will hier kein TomTom propagieren, ich habe selbst keines und kaufe auch keines, weil ich das viel zu teuer finde (s.u.).

Balu86 hat geschrieben:Im Auto habe ich jahrelang ein Navigon Gerät benutzt, was ich von Bedienbarkeit und Menüführung sehr gut finde, aber die haben zu der Zeit wo ich ein navi gesucht habe kein Motorradnavi im Angebot gehabt.
Hierzu ist mir auch keine PC-Tourenplanungssoftware bekannt!

Ich nutze, wenn überhaupt, dann auch mein uraltes Navigon auf dem Moped. Über http://www.motoplaner.de/ planen, exportieren, aufs Navi schieben, fertig.

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Re: Navi-Erfahrungen

Beitragvon Balu86 » Sa 29. Mär 2014, 08:52

reha73 hat geschrieben:[..]Aber bitte nicht falsch verstehen, ich will hier kein TomTom propagieren[..]


Keine Sorge, ich habe das auch nicht so verstanden. Geht hier ja um Erfahrungen.
Ich möchte auch kein Garmin verkaufen, ich kriege ja schließlich auch keine Provision.

Ich habe nur meine Erfahrungen hier niedergeschrieben und warum ich mich für das Garmin entschieden habe.

Ich denke jedes Navi hat seine Zielgruppe.
Muss halt jeder selbst entscheiden.
Gruß
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