Beta Alp200 oder AJP240

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Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Nutzennutzer » Sa 12. Mär 2016, 20:38

Möchte nach 20 Jahre Asphalt wieder in den Staub und habe schon seit 2 Wochen Infos gesammelt.
Dabei sind Beta Alp200 oder AJP240 übrig geblieben. Vielleicht auch eine Kawasaki KLX 125, aber da bin ich mir nicht sicher, ob die 11 PS nicht doch ein wenig schwach sind. Bin früher mal 3 Jahre eine Honda XL200 gefahren, diese 17 PS waren ausreichend im Gelände. Die Anreise in den Süden würde per Anhänger durchgeführt, ich benötige die Kiste nur für die Feldwege vor Ort.
Vielleicht finde ich ja hier kompetente Ratgeber, die mir einige Vor- und Nachteile nennen können.
Im Moment gefällt mir die Beta optisch besser, die AJP überzeugt mich technisch ein wenig mehr.
Ist die Sitzbank der AJP wirklich so knüppelhart? Das wäre ein wichtiges Argument für mich. 3 Stunden Endurotouren traue ich mir ja noch zu, aber nicht 2 Stunden davon stehend, weil nämlich der Arsch taub geworden ist.
Beta Alp 200

pässefahrer
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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon pässefahrer » Sa 12. Mär 2016, 21:10

Eine Sitzbank ändern zu lassen, ist doch kein großer Aufwand.

Die AJP kenne ich nicht, aber zur Beta Alp 200 kann ich was schreiben.
Die Alp ist zum Endurowandern sehr gut geeignet, hat nur leider einen größeren Schönheitsfehler: das sind die recht kurzen Federwege, die den Fahrspaß auf ruppigen Pisten, wie sie im Süden doch häufiger vorkommen, ziemlich einschränken. Man ist einfach gezwungen, langsam zu fahren.
Also wenn du nicht recht kurze Beine hast, würde ich was mit mehr Federweg empfehlen.
Wie wärs mit der Yamaha WR 250 R? Die ist wirklich top!
Gruß Bernd

Unterwegs mit KTM 690 Enduro R und Yamaha WR 450 F

Ildefonso
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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Ildefonso » Sa 12. Mär 2016, 21:30

Hallo Nutzennutzer,

vielleicht kann ich dir weiterhelfen. Ich hatte eine ältere Alp 200, mit der ich sehr zufrieden war. Lief immer, war sehr gutmütig d. h. man konnte quasi ab Leerlaufdrehzahl das Gas aufmachen, ohne dass sie sich verschluckt hat. Sitzbank fand ich relativ bequem. Bin damit auch schon Touren gefahren, z. B. übers Stilfser Joch. Endgeschwindigkeit mit Originalübersetzung war etwas über 100 km/h. Im Gelände war langsamere Gangart angesagt, aber durchgekommen bin ich eigentlich überall.

Seit gut einem Jahr habe ich ein AJP 240 PR4, die ich praktisch nur offroad einsetze. Da ist sie aufgrund des Fahrwerks weitaus besser als die Alp. Auf der Straße kann ich sie zumindest in der extrem kurzen Serienübersetzung nicht empfehlen, höchstens um kürzere Teerpassagen zu überbrücken. Vorn passt kein größeres Ritzel rein, also bliebe nur, ein kleineres Kettenrad einzubauen. Vmax ist mit Serienübersetzung ca. 80 km/h, da dreht sie aber schon so hoch, dass es mir weh tut. Motor ist sonst ähnlich gutmütig wie bei der Alp.

Sitzbank der Alp ist bequemer als die der AJP. Knüppelhart ist auch die der AJP nicht, wird mit der Zeit weicher.

Fazit: wenn ich nur 1 Moped hätte, würde ich die Alp wählen, da sie für mich der bessere Allrounder ist.
Viele Grüße aus dem Allgäu
Wolfgang

Harald
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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Harald » Sa 12. Mär 2016, 22:19

Ich denke du solltest zumindest nicht unter 250 ccm gehen.
Mit über 50 hat man nicht mehr das " Jugendliche Körpergewicht " wo eine 125 er flott mit fährt ;)

Eine aktuelle KLX 250 oder Yamaha WR 250 r wären da deutlich besser geeignet.
Ebenso bauähnliche Modelle mit 250 oder 350 ccm mit Straßenzulassung von Ktm, Beta, Husqvarna
Yamaha die 250F sowie die Ajp Pr5 extreme sind ebenfalls wegen der guten Fahrwerke geeignet.

Hier entscheidet letztendlich nur noch das Budget über das Modell und Baujahr beim Kauf .

Gruß
Quäle Crosser, Enduro, Supermoto extreme ,und Sporttourer

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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Nutzennutzer » So 13. Mär 2016, 11:03

Das war doch sehr hilfreich für meine Entscheidung, danke.


Ildefonso hat geschrieben:Hallo Nutzennutzer,

vielleicht kann ich dir weiterhelfen. Ich hatte eine ältere Alp 200, mit der ich sehr zufrieden war. Lief immer, war sehr gutmütig d. h. man konnte quasi ab Leerlaufdrehzahl das Gas aufmachen, ohne dass sie sich verschluckt hat. Sitzbank fand ich relativ bequem. Bin damit auch schon Touren gefahren, z. B. übers Stilfser Joch. Endgeschwindigkeit mit Originalübersetzung war etwas über 100 km/h. Im Gelände war langsamere Gangart angesagt, aber durchgekommen bin ich eigentlich überall.

Seit gut einem Jahr habe ich ein AJP 240 PR4, die ich praktisch nur offroad einsetze. Da ist sie aufgrund des Fahrwerks weitaus besser als die Alp. Auf der Straße kann ich sie zumindest in der extrem kurzen Serienübersetzung nicht empfehlen, höchstens um kürzere Teerpassagen zu überbrücken. Vorn passt kein größeres Ritzel rein, also bliebe nur, ein kleineres Kettenrad einzubauen. Vmax ist mit Serienübersetzung ca. 80 km/h, da dreht sie aber schon so hoch, dass es mir weh tut. Motor ist sonst ähnlich gutmütig wie bei der Alp.

Sitzbank der Alp ist bequemer als die der AJP. Knüppelhart ist auch die der AJP nicht, wird mit der Zeit weicher.

Fazit: wenn ich nur 1 Moped hätte, würde ich die Alp wählen, da sie für mich der bessere Allrounder ist.
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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Nutzennutzer » So 13. Mär 2016, 11:07

Stimmt, bei 99 kg tut sich das Motörchen doch schwerer :roll:
Auch für diesen Hinweis vielen Dank. Tendiere momentan zur Alp200, mal sehen, ob ich für mein Budget auch eine WR250 bekomme.

Harald hat geschrieben:Ich denke du solltest zumindest nicht unter 250 ccm gehen.
Mit über 50 hat man nicht mehr das " Jugendliche Körpergewicht " wo eine 125 er flott mit fährt ;)

Eine aktuelle KLX 250 oder Yamaha WR 250 r wären da deutlich besser geeignet.
Ebenso bauähnliche Modelle mit 250 oder 350 ccm mit Straßenzulassung von Ktm, Beta, Husqvarna
Yamaha die 250F sowie die Ajp Pr5 extreme sind ebenfalls wegen der guten Fahrwerke geeignet.

Hier entscheidet letztendlich nur noch das Budget über das Modell und Baujahr beim Kauf .

Gruß
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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Nutzennutzer » So 13. Mär 2016, 11:16

Hallo Ildefonso,
ich hätte nochmals eine Frage: wie schätzt du die generelle Qualität beider Maschinen ein ? Qualität der Schrauben, gut konstruiert oder irgendwie verbaut, Vibrationen im Lenker usw.? Sind die gleichauf oder gibst du einer den Vorzug ?
Was meinst du zum Thema kurze Federwege der Alp200, wie ein anderer Kollege schreibt ? Ich muss dazu sagen, mein Adrenalin möchte ich gar nicht (mehr) daraus schöpfen, einen Sprung von 6 Meter zu machen. Es reicht mir aus, eine Steigung von 80% nach oben zu kommen und vor allen Dingen auch wieder nach unten zu kommen ! Also eher Endurowandern als Endurosprinten....


[quote="Ildefonso"]Hallo Nutzennutzer,

vielleicht kann ich dir weiterhelfen. Ich hatte eine ältere Alp 200, mit der ich sehr zufrieden war..................................
Beta Alp 200

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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Southbound » So 13. Mär 2016, 12:14

Ich fahre zwar keine PR4 sondern eine PR5, aber ich hab schon ein paar PR4 gesehen. Die Verarbeitung finde ich sehr gut - besonders wenn man das ins Verhältnis zum Preis setzt!

Wegen Federweg: die aktuelle Alp200 hat 170mm/185mm (v/h) mit einer konventionellen 37mm Gabel. Die PR4 hat eine 40mm USD (Marzocchi) und 260mm/300mm (PR4 Extreme: 48mm USD, 300/300mm v/h)

Mehr Federweg hat beim Enduro fahren nix mit springen zu tun. Mit einem Enduro Fahrwerk funktioniert das eh nur begrenzt... Aber mehr Federweg bedeutet u.a. das die Federung mehr "schlucken" kann und weniger am Lenker ankommt. Dadurch fährt es sich kraftsparender.

Was noch beachtet werden sollte: Die PR4 ist 9cm (!) höher als die Alp. Wenn du also sehr kurze Beine hast wäre die Alp vielleicht besser, oder eine PR3!
AJP PR5, ´14

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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon pässefahrer » So 13. Mär 2016, 12:49

Meine Freundin fährt die Alp 200 seit 2009, hat jetzt 6000 km drauf, überwiegend im Dreck gefahren.
Qualitäts- oder Konstruktionsmängel sind bis jetzt keine zutage getreten.
Der Motor kommt von Suzuki, mit dem gibts keine Probleme.
Nur an manchen Details merkt man den billigen Preis doch, z.B. nur eine Sicherung fürs ganze Moped, keine O-Ringkette, keine Simmerringe mit Staublippen an den Radnaben. Letzteres ist ein echtes Unding für eine Enduro, läßt sich aber mit 20 € schnell beheben.
Hoch- und runterfahren tut die Alp überall, mehr, als sich die meisten Normalfahrer zutrauen.
Wie Southbound richtig schreibt, mehr Federweg bedeutet mehr Komfort und damit mehr Ausdauer und Vergnügen.
Meine Freundin hat nach längeren Fahrten über ruppige Pisten schon mal Probleme mit den Handgelenken bekommen. Durch dünneres Gabelöl besserte sich das etwas.
Gruß Bernd

Unterwegs mit KTM 690 Enduro R und Yamaha WR 450 F

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Re: Beta Alp200 oder AJP240

Beitragvon Ildefonso » So 13. Mär 2016, 19:59

Hallo Nutzennutzer,
hast du dir Möglichkeit, die beiden Mopeds mal probezufahren?
Für mich sind das 2 völlig verschiedene Mopeds. Die Alp ist ein eher ein plumper Traktor, der aber so ziemlich alles mitmacht. Die AJP ist eher ein Geländefloh, der durch den gutmütigen Motor und das gute Fahrwerk auch Enduro-Einsteiger nicht überfordert.

PS; Wobei ich nichts gegen Traktoren habe. Schließlich fahre ich ja auch noch eine XL 500 Bj. 1980, die den Beinamen "Le Tracteur" trägt ;)
Viele Grüße aus dem Allgäu
Wolfgang


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