Reifenpanne im Gelände

Eifelzug
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Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Eifelzug » Di 22. Mai 2012, 14:37

Hallo Leute,

nach dem ich jetzt eine Reifenpanne hatte bei der Roadbooktour Enduro Flandern, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht.
Welche Methode bevorzugt ihr um ein Loch zu "stopfen" im Schlauch in Feld und Wiese?

Der etwas aufwendige aber sichere Weg ist, dass Rad auszubauen und dann mit Flicken den Reifenschlauch zu reparieren, mit ein wenig Übung z.B. am Hinterrad ca. 30 Minuten, der Reifen muss ja nicht komplett von der Felge.

Was wohl auch ganz gut klappen soll ist der Reifenpilot, eine Reifenreparatursparay, geeignet für Reifenschläuche, ca. 10 Minuten.

Moussegummiringe wäre eine Lösung, Nagel raus und fertig, wenn man es überhaupt merkt. Allerdings sind die Ringe mit ca. 100 Euro ziemlich teuer und haben eine Lager und Einsatz von 6 Monaten, danach eigentlich nicht mehr zu verwenden. Auf der Straße werden die Moussegummiringe sehr heiß und gehen kaputt, zudem das diese Ringe sowieso keine Straßenzulassung haben. Daher für Hobbyfahrer, die nur 2 bis 5 mal im Jahr an Veranstaltungen dran teilnehmen eigentlich zu teuer und nicht praktikabel, finde ich.

Tire Balls sind in der Quad-, Crosser- und Enduroszene in der USA etabliert und kommen auch bei bekannten Rallyes bei den Profis zum Einsatz. Aber für die Montage benötigt man doch einiges Equipment und die Bälle selber sind auch nicht günstig und die Montage ist aufwendig beim Reifenwechsel. Daher für mich alleine würde sich das auch nicht lohnen.

Nuetech Tubliss Tire Core wäre noch eine Alternative aber auch ziemlich teuer.

Daher werde ich in Zukunft doch beim Reifenpilot, Flickzeug und Ersatzschlauch bleiben, denke ich.
Man muss es halt üben und das Reifengeraffel dabei haben :)

Bild
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Red-Devil
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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Red-Devil » Di 22. Mai 2012, 22:31

Moin Moin ,

Schlauch Flicken im Gelände halte ich für nicht sehr ratsam. Ich bzw. wir haben in der Regel immer einen Ersatzschlauch dabei .
Das setzt natürlich voraus dass man auch das entsprechende Werkzeug dabei hat , um das Rad zu demontieren und den Reifen von der Felge zu ziehen.

Vor ca. sechs Wochen habe ich auf meine Yamsel das Nuetech Tubliss Tire Core System gebaut . Damit wird das Rad zum Schlauchlosrad und wird auch so geflickt . Außerdem wird der Reifen dermaßen sicher in das Felgenbett gepresst, dass man gänzlich ohne Luft eine gewisse Distanz überbrücken kann. Wechseln des Reifens ist mit ein wenig Übung in der gleichen Zeit zu schaffen , wie man es vom Reifenwechsel mit Schlauch gewohnt ist .
Die Eckdaten dieses Systems hören sich sehr gut an, und deshalb hatte ich mich dazu entschlossen . Allerdings bin ich seit der Montage erst so ca. 400 Kilometer gefahren, befinde mich also noch voller in der Testphase.
Normalerweise tausche ich bei jedem zweiten bis dritten Mal dem Schlauch , egal ob er noch gut ist oder nicht . Ein verstärkter Schlauch kostete auch seine knapp 20 € . Da man sich den Schlauch bei dem Nuetech Tubliss Tire Core sparen kann, amortisiert es sich irgendwann.
Ich habe es beim Psychologe kauft , der macht gerade eine Rabattaktion http://www.koes-dirtbikeshop.de/Gambio/

Von Reifenpilot halte ich nix . Das Zeug ist auch nur zur absoluten Notreparatur gedacht . Wenn du Pech hast und die Pampe läuft zwischen Schlauch Rad und Felge, wünsche ich dir viel Spaß beim Reinigen.
Außerdem hatte ich mal ein Ergebnis der besonderen Art, mit diesen Reifenpilot . Hatte meinen Vorderreifen damit geflickt und völlig vergessen dass dieses Zeugs da drinnen ist , und irgendwann in einer schnellen Kurve, war schlagartig die Luft aus dem Reifen . Riesen ab Flug , Moped krumm .

Ich war mal dabei , als ein anderer Kunde, bei meinem Schrauber des geringsten Misstrauens, einen Moos Reifen gewechselt hat . Trotz Reifen montieren Maschine war das eine Riesen Asterrei. Ohne Reifen montieren Maschine praktisch unmöglich .

Gruß, Andreas

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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Eifelzug » Mi 23. Mai 2012, 09:01

Red-Devil hat geschrieben:Moin Moin ,

Schlauch Flicken im Gelände halte ich für nicht sehr ratsam. Ich bzw. wir haben in der Regel immer einen Ersatzschlauch dabei .
Das setzt natürlich voraus dass man auch das entsprechende Werkzeug dabei hat , um das Rad zu demontieren und den Reifen von der Felge zu ziehen.

Vor ca. sechs Wochen habe ich auf meine Yamsel das Nuetech Tubliss Tire Core System gebaut . Damit wird das Rad zum Schlauchlosrad und wird auch so geflickt . Außerdem wird der Reifen dermaßen sicher in das Felgenbett gepresst, dass man gänzlich ohne Luft eine gewisse Distanz überbrücken kann. Wechseln des Reifens ist mit ein wenig Übung in der gleichen Zeit zu schaffen , wie man es vom Reifenwechsel mit Schlauch gewohnt ist .
Die Eckdaten dieses Systems hören sich sehr gut an, und deshalb hatte ich mich dazu entschlossen . Allerdings bin ich seit der Montage erst so ca. 400 Kilometer gefahren, befinde mich also noch voller in der Testphase.
Normalerweise tausche ich bei jedem zweiten bis dritten Mal dem Schlauch , egal ob er noch gut ist oder nicht . Ein verstärkter Schlauch kostete auch seine knapp 20 € . Da man sich den Schlauch bei dem Nuetech Tubliss Tire Core sparen kann, amortisiert es sich irgendwann.
Ich habe es beim Psychologe kauft , der macht gerade eine Rabattaktion http://www.koes-dirtbikeshop.de/Gambio/

Von Reifenpilot halte ich nix . Das Zeug ist auch nur zur absoluten Notreparatur gedacht . Wenn du Pech hast und die Pampe läuft zwischen Schlauch Rad und Felge, wünsche ich dir viel Spaß beim Reinigen.
Außerdem hatte ich mal ein Ergebnis der besonderen Art, mit diesen Reifenpilot . Hatte meinen Vorderreifen damit geflickt und völlig vergessen dass dieses Zeugs da drinnen ist , und irgendwann in einer schnellen Kurve, war schlagartig die Luft aus dem Reifen . Riesen ab Flug , Moped krumm .

Ich war mal dabei , als ein anderer Kunde, bei meinem Schrauber des geringsten Misstrauens, einen Moos Reifen gewechselt hat . Trotz Reifen montieren Maschine war das eine Riesen Asterrei. Ohne Reifen montieren Maschine praktisch unmöglich .

Gruß, Andreas


Überzeugt und bestellt :D

Danke :)
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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Eifelzug » Mi 30. Mai 2012, 00:04

Heute ist das Paket mit dem Tubliss Ringen vom Psycho gekommen und morgen wird montiert. :)
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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Eifelzug » Di 12. Jun 2012, 22:32

Hallo Leute,

TUbliss Tire Core fertig montiert mit einem METZELER KAROO Travler.
Beide Räder wurden mit TUbliss ausgerüstet. Die Fahrerprobung erfolgt jetzt am Wochenende :)

Bild

Die Montage vom TUbliss Ring war kein Problem, nur die Bohrung vom originalen Reifenhalter musste von 8mm auf 11mm aufgebohrt werden.

Bild

Der Schlauch war nicht punktiert sonder gerissen, da hilft eigentlich nichts mehr, schon gar nicht Reifenpilot.

Bild

Kleiner Nagel mit großer Wirkung :?
ich hoffe darauf, dass in Zukunft bei solchen Schäden nur noch ein Stopfen von Außen nötig ist, wie bei einer Schlauchlosfelge. :)

Bild
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Stefan
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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Stefan » Di 12. Jun 2012, 23:03

Da bin ich ja mal auf Dein Feedback gespannt.

Das System finde ich ja nicht schlecht, weíß aber, das zur
Zeit die passende Paarung von Tubliss und Reifen gesucht wird.
Scheint wohl nicht auf jedem Reifen so optimal zu sein. Warum
weiß ich aber nicht.

Mousse habe ich dieses Jahr zum ersten mal auf der Dalmatia
gefahren, nachdem ich 2011 satte 4 Reifenschäden hatte.

Die Mousse war nach etwa 1000km offroad völlig hin (hinten war's
schon extrem).
Nachteil:
Ich konnte die Mousse nicht selber montieren und bin zum
Reifenhändler. Preis für die Montage 40,--€ zusätzlich.
Die Demontage war einfach. Die Mousse ist mit etwa
200,--€ auch sehr teuer.
Den 'Reifendruck' kannst Du nicht auf deine persönlichen
Vorzüge einstellen.

Vortei:
ich hatte einen Nagel drin stecken und hab den gar nicht
bemerkt.

Ich werd's wohl nicht mehr machen.

Meine Überlegungen sind:
Einen Reifen mit harter Karkasse zu montieren z.B. den Desert.
Und dann mache ich 4 Reifenhalter drauf und werd wohl bei
einem Plattfuß einfach weiter fahren. Kann ja eigenlich
nicht viel passieren, der Reifen kann auf der Felge nicht walcken
und abruteschen kann er auch nicht.

Ob' klappt?????
Gruß aus Aachen - Stefan

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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Red-Devil » Mi 13. Jun 2012, 00:05

Moinsen,

habe das Tubliss Tire Core Reifensystem vor einer Woche ausgiebig in Italien getestet.
Da mein Hinterradreifen, den ich eigentlich noch fahren wollte, doch stärker abgebaut hat als ich dachte, habe ich kurzfristig einen neuen geordert, und einen Michelin AC 10 aufgezogen. Der Reifen scheint wohl relativ neu zu sein. Ich habe bislang noch nix von ihnen gehört. Als ich ihn dann bekommen habe und feststellen musste dass das Gummi außerordentlich Weich ist, dachte ich mir, das er schneller dahinschmelzen wird als Ghiaccio in der Sonne.
Aber nix da, der Reifen in Verbindung mit dem Tubliss Ist einfach Spitze. Die Haltbarkeit ist außerordentlich gut, der Gripp ist einzigartig. Auf der Straße lässt er sich auch recht gut fahren. Ich hatte keine einzige Reifenpanne, und mit 0,9 Bar Luftdruck im hinteren und 1,1 Bar im vorderen, auch kein einziges Mal ein durchschlagend des Reifens.
Obwohl die Gegend in der wir gefahren sind sehr steinig und Felsig war.

Für mich steht fest dass es momentan nichts Besseres gibt als das Tubliss Tire Core Reifensystem. :dance:
Und die Performanz von dem Michelin AC 10 hat mich auch sehr beeindruckt.

Gruß, Andreas

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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Eifelzug » Mi 13. Jun 2012, 08:23

Stefan hat geschrieben:Da bin ich ja mal auf Dein Feedback gespannt.

Das System finde ich ja nicht schlecht, weíß aber, das zur
Zeit die passende Paarung von Tubliss und Reifen gesucht wird.
Scheint wohl nicht auf jedem Reifen so optimal zu sein. Warum
weiß ich aber nicht.

Mousse habe ich dieses Jahr zum ersten mal auf der Dalmatia
gefahren, nachdem ich 2011 satte 4 Reifenschäden hatte.

Die Mousse war nach etwa 1000km offroad völlig hin (hinten war's
schon extrem).
Nachteil:
Ich konnte die Mousse nicht selber montieren und bin zum
Reifenhändler. Preis für die Montage 40,--€ zusätzlich.
Die Demontage war einfach. Die Mousse ist mit etwa
200,--€ auch sehr teuer.
Den 'Reifendruck' kannst Du nicht auf deine persönlichen
Vorzüge einstellen.

Vortei:
ich hatte einen Nagel drin stecken und hab den gar nicht
bemerkt.

Ich werd's wohl nicht mehr machen.

Meine Überlegungen sind:
Einen Reifen mit harter Karkasse zu montieren z.B. den Desert.
Und dann mache ich 4 Reifenhalter drauf und werd wohl bei
einem Plattfuß einfach weiter fahren. Kann ja eigenlich
nicht viel passieren, der Reifen kann auf der Felge nicht walcken
und abruteschen kann er auch nicht.

Ob' klappt?????


Ewig kann man nicht ohne ein wenig Luftdruck im Reifen fahren,
die Reifenflanken werden schon ordentlich "geknetet" und brechen dann einfach irgendwann.
Der Reifenhalter verhindert, dass der Reifen sich auf der Felge drehen kann und hält die Reifenwulst am Felgenhorn, mehr nicht.
Daher würde ich auf einer Reise immer den Reifen reparieren, bevor er sich zerlegt. ;)
...sicher, zügig und gewandt...

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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Stefan » Mi 13. Jun 2012, 13:44

@ Eifelzug.

erklär mir doch bitte , wie die Montage vom Tubliss und anschliessend
vom Reifen abgelaufen ist.
Ist das goldfarbene Teil, was man auf Bild 2 sieht, ein Reifenhalter,
der durch den Schlauch geführt ist?

Danke für die Info.

Gruß - Stefan
Gruß aus Aachen - Stefan

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Re: Reifenpanne im Gelände

Beitragvon Eifelzug » Mi 13. Jun 2012, 19:43

Stefan hat geschrieben:@ Eifelzug.

erklär mir doch bitte , wie die Montage vom Tubliss und anschliessend
vom Reifen abgelaufen ist.
Ist das goldfarbene Teil, was man auf Bild 2 sieht, ein Reifenhalter,
der durch den Schlauch geführt ist?

Danke für die Info.

Gruß - Stefan


Das goldfarbene Teil ist der Reifenhalter mit dem Ventil zum Reifenbefüllen, der kleine Schlauch mit der roten Kappe wird mit 7 bar Druck befüllt und dichtet zu den Speichennippel ab und sorgt für die "Notlaufeigenschaften", die rote Hülle ist aus starkem und gummierten Material und schütz den "Hochdruckschlauch" vor Beschädigungen, z.B. vor einem Nagel. Der Reifenhalter mit dem Reifenventil benötigt eine Bohrung von 11mm und wird später mit nur 15Nm angezogen. Das Aufziehen vom TUbliss war kein Problem und ist per Hand ohne Montagehebel möglich, ich habe den Hochdruckschlauch, als auch die rote Schutzhülle mit viel Talkum eingerieben. Für die Montage selber habe ich dann noch Reifenmontagepaste benutzt .
TUbliss liefert ein spezielles Klebeband mit, was das Felgenband ersetzt. Dieses kommt nur mit einer Lage auf die Felge.
Der Reifen wir dann ein wenig gespreizt mit einem mitgelieferte Blech und mit dem Reifenhalter voran wird die Felge in den Reifen gestellt. Das ist ein wenig ungewohnt, geht aber nicht anders wegen dem Reifenhalter. Wenn man das hingefummelt bekommen hat, wird dann eine Seite des Reifens in das Felgenhorn gehebelt, dass geht noch relativ einfach, vor allem viel viel viel Reifenpaste benutzten. Die zweite Seite ist dann schon etwas anstrengend, vor allem mit dem steifen Karoo, man muss schon mit etwas Kraft und Geduld in kleinen Schritten sich von gegenüber des Reifenhalters zum Reifenhalter hinhebeln. Alles im alllem machbar und bestimmt einfacher als einen Mousereifen zum montieren. Leider kann man mit einer Reifenmontagemaschine nichts anfangen, ich habe die Maschine quasi nur als Felgenhalter zum montieren benutzt.

Hier im Video sieht es leichter aus als es in Wirklichkeit ist,
jetzt nach meiner Montageaktion ist mir aufgefallen bei betrachten vom Video, dass bei der Reienmontage ein Schnitt ist ;)

http://www.youtube.com/watch?v=aa0ZbTEBUpg

Grüße
Paul :-)
Zuletzt geändert von Eifelzug am Mi 13. Jun 2012, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.
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