Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Endurowandern in den Alpen
Frido
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Frido » Fr 26. Sep 2014, 08:42

Hallo,

Danke für die Blumen!

Infos zum Mulattierra http://alpenrouten.de/Mulattiera-Passo- ... nt322.html
Wie beschrieben sollte man den von der italienischen Seite anfahren. Im Video sieht man den Gipfel, da hatten wir damals im Juni noch Schneefelder, es war schon Nachmittag und daher haben wir nicht versucht nach Frankreich abzufahren. Z.T. sah man einen sehr schmalen Pfad der für Anfänger definitiv ungeeignet ist, das Wenden wäre da sehr schwer möglich, jedenfalls auf dem vom Gipfel einsehbaren Stück.

Infos zu Strecken um Bardonecchia u.a. hier http://www.bardonecchia.it/muoversi/ztl-montana/

Sicher gibt es in Ligurien noch mehr Möglichkeiten zu fahren. Wir hätten uns z.B. gerne noch den Gouta angesehen, sind wir leider nicht mehr zu gekommen http://alpenrouten.de/Gouta-Sella-di-Go ... t1272.html. Da muss man einfach mal ein bisschen stöbern, kommt ja auch darauf an was man fahren möchte.

Hier im Forum ist wohl Bisalta Camping in Cuneo bekannt http://www.cuneocamp.it/

Wir waren froh dort eine kleine Hütte gemietet zu haben, 1 Etagenbett und eine zum Doppelbett umklappbare Sitzbank, WC mit Waschbecken leider nur kaltes Wasser, 2-flammiger Gaskocher, Spüle, Kühlschrank mit Eisfach, überdachte Veranda. Ideal für 2 Personen, wenn man Ordnung hält auch für 3, zu 4 nur im Notfall. Ca. 30m bis zu den Duschen mit Drehknopf - herrlich warmes Wasser ohne dauernd den Knopf drücken zu müssen. :P

Bis Tende oder Demonte (Anfahrt Maira Stura) ca. 30 km Anfahrt, ist spätestens beim 3x langweilig bis nervig. Alternativ gibt es bei Tende wohl auch noch einen Campingplatz der von Bikern stark frequentiert ist, da spart man sich die Anfahrt über den Tende oder durch den Tunnel, mit der Wartezeit vor der Ampel. Dann ist aber die Anfahrt Richtung Maira Stura, Vareita Maira usw. länger und wenn man nur 1 Woche Zeit hat, möchte ich ungern einen Tag für den Umzug auf einen anderen Campingplatz verlieren, ist aber wie immer Ansichtssache.

@Greenrun - wart ihr auf der Flucht oder kanntet ihr die Landschaft schon zur Genüge? Ihr habt da ja z.T. gut am Gas gezogen, da konnte man doch gar nicht mehr neben die Strecke gucken und den Ausblick genießen - sah jedenfalls so aus. ;)

Seid ihr so lange Etappen gefahren, dass ihr Reservekanister mitnehmen musstet oder war da der Grappa drin um die Gashand geschmeidig zu halten? ;)

Gruß
Frido
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Greenrun » Fr 26. Sep 2014, 14:15

@Frido: Bin die Strecken schon mehrfach gefahren und habe die Ausblicke auch schon früher sehr genossen. Irgendwie hats mich manchmal gepackt und mein Hirn hat den Rennmodus eingeschaltet. Das hat Spaß gemacht und wenn ich mir meine Videos anschaue, seh ich erst, wie es teilweise links oder rechts ganz schön steil runtergeht.
Falls ich nochmal dorthin fahren sollte, schalte ich wieder einen Gang zurück, um die Ausblicke wieder mehr genießen zu können. Enduro-Wandern also wieder.... :roll:

Ein Video hab ich noch nicht geschnitten, da bin ich den Sommellier hochgeknallt, so zusagen in Rekordzeit :mrgreen: Mach ich (wahrscheinlich) auch kein zweites Mal mehr :shock:

Mit der kleinen leichten DR350 geht das halt.....
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Frido » Fr 26. Sep 2014, 21:13

Hallo,

meinetwegen musst du nicht zurückschalten. ;)

Ein bisschen geht das auch mit der DRZ und XR 600. :dance:

Wir sind teils auch mit 70-80 über die Ligurische und dann bemerkt man, dass man gar nichts mehr sieht, zwischendurch dann noch die Gedanken an technische Defekte oder Steine und Löcher die man nicht rechtzeitig sieht, verbunden mit der Aussicht auf einen freien Fall, da geht man halt vom Gas - ich bin alt geworden, macht aber nix. :think:

Vor ca. 30 Jahren :o kamen uns 2 BMW 80 GS im Tiefflug entgegen, wären wir nicht so gemütlich abgefahren hätte es in der Kehre richtig gescheppert. Man vergisst schnell, dass man auch da nicht alleine unterwegs ist.

Was für eine Kamera hast du benutzt?

@400 exc - Ich hoffe du nimmst es nicht krumm, dass wir in deinem Thread ins OT abgleiten.

Gruß
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon 400EXC » So 28. Sep 2014, 18:45

Nein, ich nehme ich das natürlich gar nicht krumm. Ganz im Gegenteil, ich finde es sehr interessant zu lesen was ihr schreibt, da mich das Thema doch brennend interessiert!
Ist die ligurische jetzt eigentlich komplett durchgängig befahrbar oder nicht? Ich habe jetzt schon ein paar mal gelesen, dass der nördliche Teil, gesperrt ist?!?

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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Frido » So 28. Sep 2014, 20:30

Hallo,

wir waren vor 2 Wochen da, da standen zwar Verbots- und Baustellenschilder, sie war aber trotzdem ganz befahrbar. Wir haben nur einen Baggerfahrer getroffen der freundlich gegrüsst hat, andere Biker erzählten uns, dass sie an einem anderen Tag auf mehrere freundliche Arbeiter gestossen sind.

Evtl. liegt es auch daran, dass jetzt nicht mehr sooo viele Moppeds unterwegs sind? Wenn sich in der Hauptsaison evtl. Mopped an Mopped reiht, wäre es verständlich, dass die Arbeiter genervt sind wenn sie dauernd die Arbeit unterbrechen müssen.

Gruß
Frido
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon 400EXC » Mo 29. Sep 2014, 08:56

Ok.
Wie war es bei euch generell so - waren viele unterwegs zu der Zeit, so dass viel mit Gegenverkehr zu rechnen war?
Und nochmal zur Navigation vor Ort.
Ist es auf dem Kamm ersichtlich wie gefahren werden muss, wenn man erst einmal drauf ist, oder gibt es viele Abzweigungen wo navigiert werden muss?
Meines Wissens nach gibt es ja doch immer wieder mal lohnenswerte Stichstrassen oder Abkürzungen um wieder ins Tal zu kommen

Wie Kamm ich mir den Jafferau, Maira Stura und Sommeiller im Vergleich zur LGKS vorstellen?
Haben diese Ähnlichkeit von der Strecke oder sind das grund verschiedene Straßen ?

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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Frido » Mo 29. Sep 2014, 11:00

Hallo,

wir sind am Fort Central eingestiegen, uns kamen zuerst 2 Moppeds entgegen die abgewunken haben und wohl meinten an der etwas abgerutschten Stelle vor der Baustelle käme man nicht weiter. Kurz vor dieser Stelle begegnete uns ein deutscher Endurofahrer der sich alleine nicht weitergetraut hat, warum er sich uns nicht einfach angeschlossen hat verstehe ich nicht. Der abgerutschte Weg lässt sich bei Trockenheit recht einfach fahren, da muss man sich keinen Kopp machen.

Dann kamen uns noch 3 Franzosen, 2 weitere Moppeds und eine Gruppe mit grösseren Enduros entgegen, das wars bis La Brique. Dazu noch ein paar Wanderer (5-10) und 3 Mountainbiker.

Wenn man auf der LGKS ist, kann man sich eigentlich kaum verfahren. Am Abzweig Richtung Monesi sind wir zum Tanarello hoch, man muss ja mal oben gewesen sein ;) , dann wieder zurück und Richtung La Brique (ist ausgeschildert) abgestiegen. Nach einem groberen Schotterstück kamen wir zu einer Kreuzung von der aus man auf der LGKS weiterfahren bzw. über einen geschotterten Weg oder durch den Wald nach La Brique fahren konnte. Da wir schon reichlich Schotter hinter uns hatten, haben wir den Waldweg gewählt. Der war dann doch ziemlich steil, Dieter ist mit seiner XL 600 und dem K60 ziemlich gerutscht und wir haben alle gehofft, dass der Weg keine Sackgasse ist, rauf wäre der sehr spassig geworden und ich glaube nicht, dass Dieter den mit seinem K60 ohne Hilfe geschafft hätte, da hätte der Grip gefehlt.

Mit einer leichten Enduro und vernünftigen Stollen kann man diesen Weg befahren, aber man muss damit rechnen, dass umgestürzte Bäume den Weg u.U. blockieren und wenn man dann nicht rüber kommt muss man wieder hoch. Daher ist der Waldweg für Anfänger und/oder grössere Enduros mit strassenlastigen Reifen m.E. nicht empfehlenswert.

Am nächsten Tag sind wir über La Brique wieder zurück auf die LGKS und konnten die ohne Probleme zu Ende fahren. Die Strecke führte überwiegend durch den Wald, die grösste Gefahr waren aus meiner Sicht die am Wegrand postierten Jäger die sich auf einer Treibjagd befanden. Im Gegensatz zu deutschen Jägern haben die aber fast alle freundlich gegrüsst.

Wir hätten an dem Tag noch reichlich Km fahren können, wenn wir nicht versucht hätten eine deutsche KTM LC 4 wieder flott zu kriegen. Der fehlende Zündfunke und Dauerspannung auf der Zündspule deuteten auf eine kaputte CDI oder einen Kabelbruch mit Kurzschluss hin. Der Junge hat lange vergeblich versucht einen anderen Fehler zu finden, verständlich wenn der Urlaub auf dem Spiel steht. Etwas ärgerlich für uns, denn die hatten kaum Werkzeug dabei und da "mussten" wir aushelfen. Letztendlich half doch nur der Anruf beim ADAC und der nach ca. 90 Minuten eintreffende Abschleppdienst. Inzwischen haben wir gehört, dass die CDI tatsächlich kaputt war. Mit uns waren noch 2 Schweizer mit 690er Katies dabei. Als es weitergehen sollte stellte einer der Eidgenossen fest, dass sein Hinterreifen platt war. Da die keinen Schlauch wechseln konnten und auch keinen dabei hatten, sind wir mit Schlauch und Tat eingesprungen und haben ihm wieder auf die Strasse geholfen.

Die ganze Aktion hat sich so hingezogen, dass wir erst um 20.15 Uhr vor dem geschlossenen Tendetunnel standen und bei absoluter Dunkelheit und z.T. dichten Nebel über die alte Passtrasse fahren mussten. Um 21.45 Uhr kamen wir dann in Cuneo auf dem Campingplatz an.

Die LGKS, Maira Stura, Sommellier, Jaffi, Assietta kann man m.E. schon miteinander vergleichen, sowohl landschaftlich als auch vom Schwierigkeitsgrad. Ausgenommen die Anfahrt von Bardonecchia über den Skilift zum Jaffi, die ist schwieriger und angeblich verboten. Wenn ich mich entscheiden müsste würde ich eher auf Sommellier und Assietta verzichten, die anderen Strecken sind schöner, aber das ist Ansichtssache.

Oben auf dem Jaffi sind mir noch keine Autos begegnet, die anderen Strecken sind grundsätzlich auch mit Autos befahrbar und daher mit dem Motorrad, erst recht mit einer Enduro, recht einfach zu meistern. Die LGKS ist aufgrund des abgerutschten Weges und der Baustelle z.Zt. für Autos nur teilweise befahrbar.

Vielleicht bin ich zu verwöhnt, die Strecken sind zweifellos alle landschaftlich richtig schön und legendär, aber wenn man mit der Enduro spielen möchte, dann gibt es interessantere Strecken. Wer die LGKS usw. nicht kennt sollte sie fahren, ich würde das auch wiederholen, aber dann könnte es mir so wie Greenrun gehen, ich wäre vmtl. etwas flotter unterwegs und die Aussicht würde nachrangig. Anstatt auf den Sommellier zu fahren würde ich mich wohl ins Rifugio setzen, Cappuccino trinken und dort die Rückkehr der Mitfahrer abwarten. Die Assietta möchte ich auch nicht mehr fahren, irgendwann reichts.

Gruß
Frido
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Greenrun » Mo 29. Sep 2014, 21:18

Den Jafferau find ich immer noch den schönsten Pass von allen :mrgreen:

und den Sommeiller muss man auch mindestens einmal gefahren sein (höchster anfahrbarer Punkt Europas).

Für ungeübte bietet sich die Assietta mit Auffahrt über den Col delle Finestre zur Einstimmung an.

Die Maira Stura ist kurz, leicht und landschaftlich sehr, sehr schön.

Die Varaita macht auch Spaß und die schwierigste Passage ist entschärft und super leicht zum Fahren.

Die LGKS ist sehr lang und fordert doch einiges ab, je nach Zustand der Strecke. Die LGKS wirklich nur bei bestem Wetter fahren, da sonst echt gefährlich und unbedingt von Nord nach Süd. Ich bin schon beide Richtungen mehrfach gefahren und es macht Nord-Süd mehr Spaß und ist nicht so ein Kampf.

Derjenige, der die Pässe zum ersten Mal fährt kommt sich vor wie im Paradies :dance:
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Frido » Mo 29. Sep 2014, 21:58

Hallo,

vom oberen Fort des Granon hat man aber auch eine fantastische Rundumsicht.

Das man diese Strecken mal gefahren sein sollte hatte ich ja auch schon erwähnt, da sind wir auf einer Linie, deine Einschätzung der LGKS teile ich nicht (ist ja alles subjektiv ;) ). Guzzant kannte die Strecke ja schon und meinte, dass einige Schwierigkeiten entschärft worden sind, vielleicht bist du bei deinem nächsten Besuch enttäuscht? Ich hab keine Stelle im Gedächtnis die schwierig war, aber vielleicht liegt das ja an der 134 kg-DRZ?

Wenn ein dicker alter Sack ohne Kondition aber dafür mit Oberschenkelprellung die Strecke Fort Central-La Brique fährt und danach noch guter Dinge ist, dann kann das nicht anstrengend sein. :whistle: ;)

Verrätst du trotzdem noch mit welcher Kamera du gefilmt hast? ;)

Gruß
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Re: Tourguide Seealpen / Piemont / LGKS - Mitfahrer ?!?

Beitragvon Greenrun » Di 30. Sep 2014, 23:37

Oh ja, sorry. Es ist die Drift Innovation HD170. Jetzt habe ich noch ne Drift Innovation HD, die ist etwas kleiner und leichter, hat aber mehr Fischauge ;)
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